Namensgeber der Hütte war Napoleon I., geboren
am 15.8.1769 in Ajaccio auf Korsika und verstorben am 5.5.1821 auf St. Helena.
1785 wurde er Artillerieleutnant, zeichnete sich 1793 bei der Belagerung
von Toulon aus und schlug 1795 den royalistischen Aufstand in Paris nieder.
1798/99 unternahm Napoleon die „Ägyptische Expedition“, siegte in der Pyramidenschlacht
und drang nach Syrien vor.
Mit einem Staatsstreich stürzte er 1799 die Regierung
und erhielt als erster Konsul für 10 Jahre die monarchische Gewalt. Gestützt
auf Volksabstimmungen machte er sich 1802 zum lebenslänglichen Konsul und
im Jahre 1806 dann zum erblichen Kaiser. Napoleon führte viele Kriege, bei
Austerlitz siegte er in der „Dreikaiserschlacht“. 1806 gründete er den Rheinbund,
der die Auflösung des alten deutschen Reiches zur Folge hatte. Das preußische
Heer wurde bei Jena und Auerstedt am 14.10.1806 vernichtend geschlagen.
Seine große Armee zog 1812 in Moskau ein, auf
dem Rückzug ging sein Heer fast völlig zugrunde. 1813 erhob sich Preußen,
Österreich schloß sich an und in der Völkerschlacht bei Leipzig am 19.10.1813
unterlag Napoleon. Die Verbündeten überschritten am Neujahrstag 1814 den
Rhein, drangen in Frankreich ein und besetzten Paris. Am 14.4.1814 mußte
Napoleon abdanken und wurde nach Elba verbannt.
Im März 1815 kehrte er zurück und riß noch
einmal die Herrschaft an sich. Im Feldzug gegen die Engländer und Preußen
wurde Napoleon am 18.6.1815 bei Waterloo endgültig besiegt. Seine zweite
Kaiserzeit dauerte nur 100 Tage, er dankte am 22.6.1815 wieder ab. Für den
Rest seines Lebens wurde er auf die englische Insel St. Helena verbannt.
Dort verfaßte er seine Memoiren. Sein Leichnam wurde 1840 nach Paris überführt
und im Invalidendom beigesetzt.
Napoleon war ebenso groß als Feldherr wie ideenreich
als Politiker, von unermüdlicher Arbeitskraft, ausgestattet mit brennendem
Ehrgeiz und unbeirrbarem Selbstvertrauen. Die französische Revolution hat
er im Innern durch eine demokratisch kaum verschleierte Militärdiktatur
beendet, in Stoßkraft nach außen zu Eroberungsplänen emporgesteigert, die
auf ganz Europa übergriffen. Die revolutionären Freiheitsideen verblaßten
immer mehr hinter rein machtpolitischen Zielen; anfangs vielerorts als Befreier
begrüßt, hat er den Freiheitsdrang der europäischen Völker geweckt, der
später mithalf, ihn zu stürzen. Als Wegbereiter des modernen Europa hat
er nicht nur in Frankreich nachhaltig gewirkt, wo Verwaltung, Rechtsprechung
und Heerwesen auf ihn zurückgehen, sondern auch in vielen der unterworfenen
Länder. Als Heerführer, der die geöffnete Schlachtordnung einführte wie
auch als Politiker eilte er seiner Zeit weit voraus.
Die Privathütte, die von M. Roger Guion aus
Briançon geführt wird, läßt sich anfahren. Bergziele sind Pic de Rochebrune
(3325 m), Clot la Cime (2730 m), Grand Peygus (2796 m) und andere.
Weitere Infos:
www.bivouak.net