Die CAI-Sektion Biella erbaute 1885 diese Hütte
und erweiterte sie in den Jahren 1907 und 1924. Da der Altbau den Erfordernissen
nicht mehr genügte, schuf man 1980 einen Neubau, der 1993 umgebaut wurde.
Der Altbau wird nunmehr nur noch als Winterquartier genutzt.

Namengeber ist der berühmte Turiner Bergsteiger
Quintino Sella, der mit Freunden und 3 Führern den Monte Viso (3843 m) erstmals
erstieg. Dies war am 12.8.1863. Hierbei faßte er den Plan, einen italienischen
Alpenverein ins Leben zu rufen. Schon kurze Zeit später, am 23.10. des gleichen
Jahres fand die Gründung des „Club Alpino Tirano“ in Turin statt. Zu Beginn
hatte man schon 42 Mitglieder.
Im Jahr 1867 wurde der Club in „Club Alpino
Italiano“ (CAI) umbenannt. Nach dem Vorbild des SAC gliederte sich der Club
in Sektionen und alljährlich wurden Hauptversammlungen abgehalten, die erste
in Aosta, die neue Mitglieder in den Provinzen warben. Nach Ablauf des ersten
Jahrzehnts existierten schon 9 Sektionen.
Quintino Sella war der erste Finanzminister
im noch jungen italienischen Staat. Neben dem Alpenraum führte er auch im
Kaukasus mehrere Bergexpeditionen durch.
Die Hütte dient zur Ersteigung von
Castor (4228 m), Pollux (4092 m) sowie des Lyskamm Ost- und Westgipfels
(4527 u. 4478 m).
Die Sektion Biella des CAI besitzt in den Grajischen
Alpen eine weitere Schutzunterkunft, die sie nach Quintino Sellas Enkel
Vittorio benannt hat. Vittorio Sella gelangen zahlreiche Erstbegehungen
und er war zudem ein vortrefflicher
Fotograf.
Weitere Infos:
www.rifugioquintinosella.com