Goldberggruppe (42)



    Rojacher-Hütte
    2718 m mit Kolm-Saigurn im Rauriser-Tal als Talort.


    Die etwas unterhalb des
    Zittel-Hauses gelegene, kleinere Rojacher-Hütte wurde 1897 von der Sektion Rauris des DuOeAV erbaut. Der Hüttenberg ist der 3105 m Hohe Sonnblick. Namengeber der Hütte war Ignaz Rojacher (1844-1891). Er wuchs in Rauris auf, ging dort zur Schule, kam mit 12 ½ Jahren auf den Hohen Goldberg, wo er in 2340 m Höhe als Truchenläufer schwere Erzwagen zu schieben hatte. Wegen seiner schwächlichen Konstitution schied er aus dem äußerst anstrengenden Dienst aus und erlernte das Zimmermannshandwerk. Anschließend war er als Werkzimmerer wieder im Bergbau tätig und wurde 1870 Wachhutmann. 1876 bekam Rojacher den Bergbau im Rauriser Tal in Pacht, kaufte ihn 1880 und modernisierte diesen erheblich.
     

Rojacher-Hütte in der Goldberggruppe mit Kolm-Saigurn als Talort


    An den Verhandlungen wegen des Baues einer meteorologischen Station auf dem Hohen Sonnblick war er maßgeblich beteiligt. 1888 erwarb er die Postmeisterstelle im Rauriser Tal und sorgte so für die tägliche Verbindung von Taxenbach nach Kolm. Im gleichen Jahr verkaufte er sein Bergwerk. Der Käufer stellte im darauffolgenden Jahr den Bergbau gänzlich ein. Rojacher schuf in seinem Haus auch eine kleine Gaststube, die von Touristen gern besucht wurde.

    Mit seinem Tode verlor das Tal einen klugen, uneigennützigen Ratgeber und verständigen Förderer. Ein Hochgipfel zwischen dem Wurtental und der kleinen Ziknitz, hinter dem Alteck gelegen, die eine gute Aussicht zum Sonnblick gewährt, wird zu seiner Erinnerung Rojacher-Wand (2988 m) genannt.


Weitere Infos:
www.dav-huettensuche.de




Seite weiterempfehlen






noch oben
 

Home