Granatspitzgruppe (39)



    Rudolfshütte

    2315 m, mit dem Talort Uttendorf/Stubach bzw. Enzingerboden.


    Die Rudolfshütte hat ihren Namen vom österreichischen Kronprinzen Rudolf von Österreich-Ungarn, geboren am 21.8.1858, der nach gängiger Geschichtsschreibung mit der Baronesse Mary von Vetsera am 30.1.1889 auf Schloss Mayerling Selbstmord beging.

    Als man den Entschluß faßte, das winzige Hüttchen am Weiss-See am Kalser Tauern dem zukünftigen Monarchen zu widmen, war der einzige Sohn von Kaiser Franz-Josef 15 Jahre alt. Die erste Rudolfshütte war 38 qm, nach dem ersten Umbau aber schon 72 qm groß.
     

Rudolfshütte in der Granatspitzgruppe mit Uttendorf/Stubach als Talort


    Als das Unglück mit dem Prinzen fast 10 Jahre zurücklag, betrug die überbaute Fläche der abermals vergrößerten Hütte schon 200 qm. Ein halbes Jahrhundert danach mußte der Umbau einem Neubau weichen. Dieser glich schon beinahe einem Hotel.

    Durch den Aufstau des Weißensees wurde das Bauwerk überflutet, was einen Neubau notwendig machte. Dieser erfolgte in den Jahren 1979/80. Es entstand die größte Ausbildungsstätte des OeAV, die vielfach kritisiert wurde, da sie Hotelcharakter hat. Man dachte sogar an Sauna, Fitnessraum und Kletterwand. Seit 1982 war die Rudolfshütte Hochgebirgsforschungsstätte der Universität Salzburg und außerdem Wetter- und Klimastation der Zentralanstalt für Meteorologie, zwischenzeitlich wurde das Gebäude an einen privaten Hotelbetreiber verkauft.

    Bergziele sind Sonnblick (3087 m), Granatspitze (3085 m), Tauernkopf (2672 m), Medelzkopf (2761 m) und Hoher Kasten (3192 m).


Weitere Infos:
www.bergsteigen.at




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