Rätikon (25)



    Sarotlahütte
    1611 m, mit den beiden Talorten Brand und Bürserberg, auch als Pfarrer-Gunz-Hütte bekannt.


    Die im Sarotlatal gelegene, von der Sektion Vorarlberg des DuOeAV erbaute einstöckige Schutzhütte, erfuhr im Laufe der Jahre bauliche Verbesserungen. Seit einiger Zeit arbeitet man auch mit Solarzellen. Sie dient, wie auch die jenseits des 2387 m hohen Zimbajochs gelegene Heinrich-Hueter-Hütte, in erster Linie zur Besteigung der Zimba (2643 m), der höchsten Erhebung in der Vandanser Steinwand. Die Zimba ist ein Kletterberg der Schwierigkeit II - III; sie wird auch als das Montafoner Matterhorn bezeichnet.
     

Sarotlahütte im Rätikon mit den talorten Brand und Bürserberg (auch Pfarrer-Gunz-Hütte)


    Pfarrer Gebhard Wendelin Gunz (1891-1956) wurde 1916 zum Priester geweiht und wirkte von Januar 1922 in Tisis bei Feldkirch als Geistlicher. Er hatte ein großes Hobby - das Bergsteigen. Über 400 mal erkletterte er seinen Lieblingsgipfel, die Zimba, was ihm den Namen "Zimbapfarrer" einbrachte. Hier beging er erstmals auch neue Routen, so z.B. 1921 mit Planger die NW-Wand und 1922 mit G. Schreier den Ostgrat.
     

Sarotlahütte im Rätikon mit den talorten Brand und Bürserberg (auch Pfarrer-Gunz-Hütte)


    Pfarrer Gunz war aber auch als Wappenforscher in Erscheinung getreten: er brachte eine Zusammenstellung von Adels- und Bürgerwappen des Landes Vorarlberg heraus. Er begründete auch eine Waffensammlung, die heute noch im Feldkircher Schattenbergmuseum zu sehen ist. Schließlich erwarb sich Gunz als Obmann des Heimatpflege- und Museumsvereins große Verdienste um den Denkmalschutz in und um Feldkirch. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Bau einer neuen, großen Pfarrkirche in Tisis notwendig. Hier leitete er die Baumaßnahme noch ein, die Vollendung erlebte er jedoch nicht mehr.


Sarotlahütte im Rätikon mit den talorten Brand und Bürserberg (auch Pfarrer-Gunz-Hütte)


Weitere Infos:
www.dav-huettensuche.de




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