Benannt wurde das Schiestlhaus nach dem 1. Präsidenten
des österreichischen Touristenklubs von 1870-1880, dem Hof- und Gerichtsadvokaten
Dr. Leopold Schiestl, der auch zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Hauseigentümer
ist die Wiener Zentrale des ÖTK. Die Steirer nennen die Hochschwabgruppe
im allgemeinen nur "Schwaben".
Das Schiestlhaus konnte am 21.9.1884 feierlich eröffnet
werden und der Neubau wurde am 21.7.1895 eingeweiht. Ein Erweiterungsbau wurde
am 14.9.1913 seiner Bestimmung übergeben. Eine Materialseilbahn von der
Voisthaler-Hütte sollte ab 1976 die Versorgung der Hütte übernehmen, jedoch
überstanden schon im ersten Winter die Tragseile die hohe Schneelast nicht,
so daß die Seilbahn wieder zurückgebaut wurde. Seitdem wird das Schiestlhaus
mit Hubschraubern versorgt.

Weil sich der Bauzustand des
mittlerweile 120 Jahre alten Schutzhauses so stark verschlechtert hatte,
daß das Haus auch mit einer Totalsanierung nicht mehr zu retten gewesen
wäre, legte man im Jahr 2004 den Grundstein für einen vom Land Steiermark
und der Gemeinde Wien geförderten Neubau, der von den Architekten Rezac, Stieldorf, Oettl und Treberspurg
als energieautarkes Pilot-Schutzhaus "Haus der Zukunft" geplant
wurde. Das
neue Schiestlhaus konnte im
Herbst 2005 eingeweiht werden.
Der Hochschwab ist eine langgezogene Hochebene
mit vielen Wandabbrüchen, die den Kletterern besonders auf der Südseite
ein reiches Betätigungsfeld geben. Zum Hochschwabgipfel braucht man nur
½ Stunde.
Weitere Gipfelziele wären von hier die Eismauer
(2194 m) und der Siebenbrünnerkogel (2045 m).
Weitere Infos:
www.schiestlhaus.at