Dachsteingebirge (14)



    Simonyhütte
    2206 m, mit dem Talort Obertraun.


    Die Simonyhütte gehört der OeAV-Sektion Austria in Wien. Sie erhielt ihren Namen von dem Hofrat und Geologieprofessor Friedrich Simony (1813-1896), der das Dachsteingebirge wissenschaftlich erforschte und Gletschermessungen vornahm. Die im August 1877 eingeweihte ursprüngliche Simonyhütte war ein kleiner Schutzbau, der nur wenige Winter überstand. Dieser 25. Stützpunkt in den Ostalpen wurde in der Folge durch eine neue, weiter östlich gelegene Hütte ersetzt, die ebenfalls den Namen Simonyhütte erhielt.
     

Simony-Hütte im Dachsteingebirge mit Obertraun als Talort


    Friedrich Simony war Professor der Geologie an der Universität Wien und mit dem österreichischen Biedermeier-Schriftsteller Adalbert Stifter befreundet, der ihm in seinem Roman "Der Nachsommer" in der Figur des Naturforschers und Geologen Heinrich Drendorf ein Denkmal setzte.

    Friedrich Simony gilt als Erschließer des Dachsteins. Ihm gelangen nicht nur zahlreiche Erstbesteigungen, er schuf auch den ersten versicherten Steig in den Alpen auf den 2993 m hohen Dachsteingipfel. 1842 führte er die erste Überschreitung des Dachsteins durch, 1874 bestieg er den Dachstein dreimal im Winter. Als 72-jähriger besuchte Friedrich Simony letztmals seinen geliebten Berg.


    Neben dem Hohen Dachstein sind Gjaidstein (2792 m) und Schöberl (2422 m) weitere Bergziele.


Weitere Infos:
www.bergsteigen.at




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