Treue Berg- und Wanderkameradschaft führte
einige Mitglieder der Sektion Wiener Wald und des ÖTK zusammen, die bei
einer ihrer Touren nach dem lieblichen Orte "Sparbach" bei Mödling
daselbst den Plan fassten, sich noch enger zusammenzuschließen und den Verein
Alpine Tischgesellschaft "D'Sparbacher" zu gründen. Dies geschah
im Jahr 1884. Neben dem Wandern und Bergsteigen wurde die Geselligkeit gepflegt.
Der Beschluß zum Bau einer Hütte bei den Fadenwänden des Schneeberges wurde
am 6.8.1895 gefasst, zuvor waren auch andere Hüttenstandorte im Gespräch.
Am Sonntag, dem 30.8.1896 wurde die Sparbacher-Hütte zur allgemeinen Benutzung
in feierlicher Weise übergeben. Etwa 200 Teilnehmer wagten bei strömendem
Regen den langen Weg von Gutenstein zur Hütte.
Nach dem Bau der Eisenbahnstrecke von Wiener
Neustadt nach Puchberg im Jahr 1897 war dann nicht mehr Gutenstein der Ausgangsort
zur Hütte, sondern das nähere Puchberg.

Am 14.10.1925 brannte die Sparbacher-Hütte
wegen Unvorsichtigkeit des Jagdpächters ab. Unter dem Obmann und späteren
Ehrenmitglied Leopold Eichelseher erfolgte der Neubau, der am 24.6.1928
vom Domprobst Dr. Alois Wildenauer eingeweiht wurde. Jetzt standen etwa
75 Schlafplätze bereit. Die Baukosten betrugen 34.825 S zuzüglich 6.000
S für die Einrichtung. Die Hütte ist auch unter dem Namen Leopold-Eichelseher-Hütte
bekannt.
Im März 1938 verlor Österreich seine Selbständigkeit.
Wie alle anderen alpinen Vereine wurden auch die Sparbacher unter Zwang
in den DAV überführt. Am Schluß des 2. Weltkrieges wurde die Hütte von Granaten
getroffen und später vollständig ausgeplündert. Wegen der knappen Finanzmittel
wurden zunächst nur die allerschwersten Schäden behoben. 1949/50 erfolgte
ein Anbau und in den darauffolgenden Jahren gelang die allmähliche Hüttensanierung.
Das Abwasserproblem löste man 1961. Telefonanschluß erhielt man 1963.

Eine zukunftsweisende Entscheidung für die
alpinen Vereine Österreichs konnte nach langjährigen Bemühungen Ende Dezember
1981 abgeschlossen werden. Mit dem 1.1.1982 trat das "Abkommen über
das Gegenrecht auf Schutzhütten alpiner Vereine Österreichs" in Kraft.
Durch den Erwerb einer "Österreichischen Hüttenmarke" sicherte
sich das Vereinsmitglied das Recht, die ermäßigten Gebühren in Anspruch
zu nehmen.
Weihnachten 1972 wurde der Doppelsessellift
in Betrieb genommen. Die Sparbacher-Hütte ist wie auch die in unmittelbarer
Nähe stehende Edelweiß-Hütte von der Bergstation in wenigen Minuten erreichbar.
Im Winter herrscht hier Skibetrieb.
Weitere Infos:
www.bergsteigen.at