Aus einer Gasthaustischrunde in Ottakring entstand
1901 die "Ausflugsgesellschaft Speckbacher". Ihren Sitz hatte
die Gesellschaft in einem Gasthaus in der Speckbachergasse. Deshalb, aber
auch wegen der Verehrung für den Tiroler Freiheitskämpfer Josef Speckbacher, wählte man die Namensbezeichnung "Speckbacher". Neben Andreas
Hofer, Peter Mayr und Haspinger war Speckbacher (1767-1820) einer der militärischen
Führer der drei Tiroler Freiheitskämpfe des Jahres 1809. Der Ausflugsverein
wurde sodann in eine "Alpine Gesellschaft Speckbacher" umgewandelt.

Der sehnlichste Wunsch der Mitglieder war es,
eine eigene Hütte zu besitzen. Die erste Speckbacher-Hütte wurde auf der
Rax in 1907 m Höhe von Mitgliedern selbst erbaut, wobei alle Baumaterialien
hochgetragen werden mußten. Am 6.10.1907 fand die Einweihung statt. 1927
mußte die Hütte auf behördliche Anordnung geschlossen und abgetragen werden,
da sie im Einzugsgebiet der Wiener Hochquellenwasserleitung lag. Die Speckbacher
erwarben am 4.8.1927 ein von Baron Rothschild 1894 erbautes Jagdhaus auf
dem 1089 m hohen Kreuzberg. Am 23.9.1928 konnte man mit der Aufsetzung eines
weiteren Stockwerks die 2. Speckbacher-Hütte eröffnen.
Durch die Angliederung an den DAV im Jahre
1945 verloren die Speckbacher ihre Selbständigkeit. Nach der Auflösung des
DAV im Jahre 1939 wurden die Speckbacher eine Sektion des OeAV. Ihre ursprüngliche
Selbständigkeit erhielten sie am 1.1.1967 mit dem Austritt aus dem OeAV
und Umwandlung in die "Alpine Gesellschaft Speckbacher".

Nach dem Durchzug der Front im 2. Weltkrieg
wurde die Hütte geplündert und in diesem Zustand wurde sie schließlich wieder
von der Gesellschaft übernommen. Das neue Pächterehepaar Postl sorgte gemeinsam
mit dem Verein wieder für die Inbetriebnahme der ganzjährig bewirtschafteten
Hütte. In den letzten Jahren wurde eine Trinkwasserleitung geschaffen und
eine Zentralheizung eingebaut. Außerdem wurden viele Renovierungen durchgeführt.
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