Ortlergruppe (48a)



    Zufall-Hütte
    2265 m, auch als Rifugio Nino Corsi bekannt, mit den Talorten Goldrain bzw. Morter im Vinschgau.


    Diese Hütte liegt im obersten Martelltal. Von den zuvor genannten Orten besteht eine Fahrstraße über Gand bis zur Enzianhütte und Gasthof Schönblick auf 2088 m Höhe. Hier sind auch die Talstationen der Materialseilbahnen für die Zufallhütte und der darüber gelegenen Martellerhütte (2610 m), die der Sektion Land des AVS gehört. Von der Enzianhütte ist es nur eine gute halbe Stunde bis zur Zufallhütte; zur Martellerhütte braucht man ca. zwei Stunden.
     

Zufall-Hütte in der Ortlergruppe, auch Rifugio Nino Corsi genannt, mit dem Talort Goldrain


    Im Jahre 1881 beschloß die Sektion Dresden des DuOeAV den Bau dieser Schutzhütte. Im März 1882 begannen die ersten Bauarbeiten und schon am 23. August des gleichen Jahres  fand die Einweihung statt. 200 Personen waren bei der Einweihung zugegen, trotz des bemerkenswerten Anmarschweges von 5 Stunden. Der Name "Zufallhütte" ergab sich aus dem Standort, denn in der Nähe ist ein Wasserfall. Die Hütte war bald zu klein; eine Erweiterung erfolgte 1913. Während des 1. Weltkrieges lagerte hier das österreichische Kommando des Cevedale-Kampfabschnittes. In dieser Zeit entstand auch die kleine Kapelle bei der Hütte. Nach dem Krieg wurde die Hütte ausgeplündert und teilweise zerstört. 1919 wurde sie schließlich vom italienischen Staat beschlagnahmt. Im Jahre 1921 wurde die Zufallhütte dem CAI, Sektion Mailand, übergeben. Diese setzte die Hütte 1926-1927 instand. Die Neueinweihung war am 29.6.1928.


    1939 konnte die Hütte durch eine großzügige Spende der Frau Maria Foglia in Gedenken an den Bergsteiger Nino Corsi durch einen Zubau wesentlich erweitert werden, und dadurch bekam die Hütte den neuen Namen "Nino-Corsi-Hütte". Nino Corsi (1903-1936) war ein einfacher, nicht bekannter Bergsteiger, der in den Bergen tödlich abstürzte. Er war mit der wohlhabenden Mailänder Familie Foglia verwandt.


    Die Hütte liegt im Stilfserjoch-Nationalpark. Gipfelziele sind die beiden Zufallspitzen (3757 m) und der Cevedale (3769 m), der dritthöchste Berg der Ortlergruppe. Von der Hütte werden im Frühjahr Skihochtouren unternommen. Schon seit Generationen wird die Zufallhütte bzw. Rifugio-Nino-Corsi von den Familien Hafele aus Morter geführt. Über 100 Bergsteiger können in der großen Hütte nächtigen.


Weitere Infos:
www.seilschaft.it



Seite weiterempfehlen






noch oben
 

Home