Diese Hütte liegt im obersten Martelltal. Von
den zuvor genannten Orten besteht eine Fahrstraße über Gand bis zur Enzianhütte
und Gasthof Schönblick auf 2088 m Höhe. Hier sind auch die Talstationen
der Materialseilbahnen für die Zufallhütte und der darüber gelegenen Martellerhütte
(2610 m), die der Sektion Land des AVS gehört. Von der Enzianhütte ist es
nur eine gute halbe Stunde bis zur Zufallhütte; zur Martellerhütte braucht
man ca. zwei Stunden.

Im Jahre 1881 beschloß die Sektion Dresden
des DuOeAV den Bau dieser Schutzhütte. Im März 1882 begannen die ersten
Bauarbeiten und schon am 23. August des gleichen Jahres fand die Einweihung
statt. 200 Personen waren bei der Einweihung zugegen, trotz des bemerkenswerten
Anmarschweges von 5 Stunden. Der Name "Zufallhütte" ergab sich
aus dem Standort, denn in der Nähe ist ein Wasserfall. Die Hütte war bald
zu klein; eine Erweiterung erfolgte 1913. Während des 1. Weltkrieges lagerte
hier das österreichische Kommando des Cevedale-Kampfabschnittes. In dieser
Zeit entstand auch die kleine Kapelle bei der Hütte. Nach dem Krieg wurde
die Hütte ausgeplündert und teilweise zerstört. 1919 wurde sie schließlich
vom italienischen Staat beschlagnahmt. Im Jahre 1921 wurde die Zufallhütte
dem CAI, Sektion Mailand, übergeben. Diese setzte die Hütte 1926-1927 instand.
Die Neueinweihung war am 29.6.1928.
1939 konnte die Hütte durch eine großzügige
Spende der Frau Maria Foglia in Gedenken an den Bergsteiger Nino Corsi durch
einen Zubau wesentlich erweitert werden, und dadurch bekam die Hütte den
neuen Namen "Nino-Corsi-Hütte". Nino Corsi (1903-1936) war ein
einfacher, nicht bekannter Bergsteiger, der in den Bergen tödlich abstürzte.
Er war mit der wohlhabenden Mailänder Familie Foglia verwandt.
Die Hütte liegt im Stilfserjoch-Nationalpark.
Gipfelziele sind die beiden Zufallspitzen (3757 m) und der Cevedale (3769
m), der dritthöchste Berg der Ortlergruppe. Von der Hütte werden im Frühjahr
Skihochtouren unternommen. Schon seit Generationen wird die Zufallhütte
bzw. Rifugio-Nino-Corsi von den Familien Hafele aus Morter geführt. Über
100 Bergsteiger können in der großen Hütte nächtigen.
Weitere Infos:
www.seilschaft.it![]()
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