Gebirgsstraßen, Pässe, Hellinge und Klimmen
    
Côte de Sprimont
    



Die am Rand des Vesdre-Beckens zwischen Sprimont und dessen nördlichem Stadtteil Hornay-Ogné gelegene Anhöhe Côte de Sprimont wird von der belgischen Nationalstraße N30 überquert, die die Großstadt Lüttich mit der Gemeinde Aywaille im Tal der Amblève verbindet. Bekannt ist die Côte de Sprimont vor allem bei Radsportbegeisterten, denn sie gehört zum Rundkurs des Frühjahr-Tagesklassikers Lüttich-Bastogne-Lüttich, bei dem die Radprofis von der Côte de la Redoute kommend die Anhöhe von Sprimont aus erklimmen, um danach zur Côte de la Roche aux Faucons weiter zu fahren.



Im belgischen Poulseur auf dem Weg zur Cote de Sprimont in den Ardennen


Von der Côte de la Roche aux Faucons kommend erreichen wir über Esneux die Ortschaft Poulseur, hinter der wir der "Rue des Écoles" genannten N633 weiter folgend...



Auf der Ourthe-Brücke bei der belgischen Ortschaft Chanxe auf dem Weg zur Cote de Sprimont in den Ardennen


... den Abzweig der N678 nach Sprimont erreichen, auf die wir links abbiegend auffahren. Die N678 überquert direkt hinter dem Abzweig die Bahnlinie Lüttich - Rivage sowie den hier etwa fünfzig Meter breiten Fluss "L'Ourthe", der in der belgischen Provinz Luxembourg entspringt und nach 170 Kilometern bei Lüttich in die Maas mündet.



Auf der N678 in dem Weiler Chanxhe auf dem Weg zur Cote de Sprimont in den Ardennen


Hinter der Brücke führt die als "Rue du Pont" ausgeschilderte N678 leicht ansteigend durch das zur Gemeinde Sprimont gehörende Dorf Chanxhe, das durch seine Kalksteinbrüche bekannt wurde, in denen auch heute noch der Naturstein "Pierre bleu de Belgique" abgebaut wird, der am häufigsten verwendete Stein in der belgischen Architektur. Mit diesem wallonischen Blaustein wurden auch die Häuser in Chanxhe errichtet. Im nahen Sprimont, dem Zentrum der belgischen Steinverarbeitung, informiert das im Jahr 1985 eröffnete Museum "Centre d'interprétation de la Pierre" über die Geschichte des Abbaus und der Weiterverarbeitung des "Blauen Belgischen Granit".



Auf der N678 am Ortsausgang von Chanxhe auf dem Weg zur Cote de Sprimont in den Ardennen


Der Ortsausgang von Chanxhe ist schnell erreicht...



Auf der N678 am am Abzweig der Landstraße nach Fraiture und Presseux nahe Sprimont in den Ardennen


... und vorbei am Abzweig der Landstraße nach Fraiture und Presseux...



Auf der N678 vor dem Ortseingang von Sprimont auf dem Weg zur Cote de Sprimont in den Ardennen


... erreicht man nach vier Kilometern den Ortseingang von Sprimont.



An der Einmündung der Rue Bawepuce in die N678 nahe dem Ortseingang von Sprimont auf dem Weg zur Cote de Sprimont in den Ardennen


Kurz hinter der Ortsgrenze zweigt auf der linken Straßenseite spitzwinklig die "Rue Bawepuce" ab, auf die wir nun auffahren, weil wir die Côte de Sprimont nicht über die kurze Südrampe ab Sprimont sondern von Westen her über das Dorf Lincé anfahren wollen.



Auf der Rue de Bawepuce zwischen Sprimont und Lince auf dem Weg zur Cote de Sprimont in den Ardennen


Auf den ersten fünfhundert Metern steigt die Straße mit bis zu sechs Prozent an...



Auf der Rue Bawepuce vor dem Chateau Xhigne in Lince auf dem Weg zur Cote de Sprimont in den Ardennen


... und passiert nach weiteren vierhundert Metern das am südöstlichen Rand von Lincé gelegene und im 18. Jahrhundert erbaute "Château Xhigné" mit seinen charakteristischen runden Ecktürmen. Das Schloss befindet sich in Privatbesitz und ist nicht zu besichtigen.



Auf der Rue de Xhygnez in Lince auf dem Weg zur Cote de Sprimont in den Ardennen


Die "Rue Bawepuce" umgeht das Château Xhigné auf dessen Ostseite, ändert dabei ihren Namen in "Rue de Xhygnez" und führt leicht ansteigend in das Dorf. Wir passieren ein links der Straße stehendes großes Steinkreuz, das der Gefallen der beiden Weltkriege gedenkt...



Denkmal für Henri Simon in Lince unterhalb der Cote de Sprimont in den Ardennen


... und kurz darauf das auf der rechten Seite der nun "Rue Henri Simon" genannten Straße errichtete Denkmal für Henri Simon. Der am 2. Februar 1856 in Lüttich geborene Schriftsteller, Dichter und Maler zog im Jahr 1884 nach Lincé. Henri Simon wirkte hier bis zu seinem Tod am 11. März 1939.



Auf der Rue Henri Simon in Lince bei Spirmont unterhalb der Cote de Sprimont in den Ardennen


In der Folge verengt sich die
Rue Henri Simon auf etwa drei Meter, ist deswegen auf 30 km/h begrenzt, ...



Monument 14-18 in Lince nahe Sprimont unterhalb der Cote de Sprimont in den Ardennen


... und geht an der Einmündung der "Rue des Fays" in die "Rue Abbée Demarteau" über. Hier steht links der Straße das von einer halbrunden Steinmauer umgebene Monument 14-18. Die von dem Bildhauer Marceau Gillard im Jahr 1962 geschaffene und auf einem grauen Sockel stehende schwarze Skulpturengruppe einer mit geballter Faust knienden Mutter mit ihrem Kind erinnert an das Massaker von Lincé. Während des Ersten Weltkrieges ließ Generalmajor Karl Ulrich von Bülow am Morgen des 6. August 1914 das Dorf niederbrennen und dreiundzwanzig Einwohner standrechtlich erschießen, weil er einen Überfall belgischer Heckenschützen vermutete. Als sich am Folgetag herausstellte, dass dies eine fatale Fehleinschätzung war, richtete sich der Befehlshaber von Bülow nahe dem Château Xhigné selbst. Das nach Ende des Ersten Weltkrieges zur Erinnerung und Mahnung errichtete erste Monument 14-18 des Bildhauers Georges Petit wurde während des Zweiten Weltkrieges durch Vandalismus zerstört.



Auf der Rue d Ogne zwischen Lince und Sprimont auf dem Weg zur Cote de Sprimont in den Ardennen


Hinter dem Mahnmal steigt die
Rue Abbée Demarteau weiter an und geht nach dreihundert Metern an einem Kreisverkehr in die nach Osten führende "Rue Pionfosse" über. Sechshundert Meter weiter mündet sie in die "Rue d'Ogne", die mit etwa fünf Prozent Steigung zu dem auf 290 Metern Höhe gelegenen Wasserturm von Sprimont führt.



Auf der Rue d'Ogne in Hornay vor der Einmündung in die N30 von Beaufays zur Cote de Sprimont in den Ardennen


In der Folge verliert die Rue d'Ogne etwas an Höhe und erreicht nach siebenhundert Metern im Ortsteil Hornay-Ogné die von Beaufays heraufkommende N30, auf die wir rechts abbiegend auffahren.



Auf der N30 in Hornay auf dem Weg zur Cote de Sprimont in den Ardennen


Die breite und sehr gut ausgebaute Nationalstraße führt hier den Namen "Thier du Hornay", durchquert leicht ansteigend den Sprimonter Stadtteil Hornay-Ogné...



Auf dem Scheitel der Cote de Sprimont zwischen Hornay und Sprimont in den Ardennen


... und erreicht knapp zweihundert Meter weiter am Abzweig der "Rue Vieille Voie du Liège" den unspektakulären Scheitel der Côte de Sprimont.



Auf der N30 Tier du Hornay zwischen der Cote de Sprimont und Sprimont auf Höhe der Grundschule von Hornay in den Ardennen


Dahinter senkt sich die Tier du Hornay mit drei Prozent Gefälle Richtung Sprimont und passiert die Grundschule "École Communale".



Auf der N30 zwischen der Cote de Sprimont und dem südlichen Talort Sprimont in den Ardennen


Im weiteren Verlauf erhöht sich das Gefälle auf bis zu sieben Prozent. Der Übergang zwischen Hornay und Sprimont ist fließend.



Auf der N30 Thier du Hornay vor dem Kreisverkehr im südlichen Talort Sprimont unterhalb der Cote de Sprimont in den Ardennen


Eineinhalb Kilometer hinter der Scheitelhöhe erreichen wir in Sprimont zwei nebeneinander gelegene Kreisverkehre, von denen aus sich eine Weiterfahrt in die Ortschaften Rivage, Martinrive oder Aywaille ebenso anbietet wie ein Abstecher zur nahen Côte de Cornémont oder zur populären Côte de la Redoute.




Weitere Infos:
Südanfahrt von der Côte de la Redoute












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