Gebirgsstraßen, Pässe, Hellinge und Klimmen
    
Drnulk-Pass
(Drnulk-Sattel)
    



Die als "608" ausgeschilderte slowenische Straße über den Drnulk-Pass verbindet die Ortschaft Dolenja Trebuša im Nordosten mit Cepovan im Südwesten und nutzt dabei die Senke zwischen den Bergen Kobilica (929 m) im Süden und Velike Vrše (909 m) im Norden. Die Bergstraße über den auch "Drnulk-Sattel" genannten Pass ist im Winter wegen Lawinengefahr gesperrt. Sie wurde während des 1. Weltkrieges von der Österreichischen Armee zur Versorgung der damals nahen Soška-Front geplant und ganz überwiegend von russischen Kriegsgefangenen in den Fels getrieben. Weil viele von ihnen bei den gefährlichen Bauarbeiten ums Leben kamen, wird die Passstraße auch als "Ruska cesta", als "Russische Straße" bezeichnet.



Durchfahrt des Weilers Gorenja Kanomlja an der slowenische Bergstraße 610 zum Pass Oblakov vrh


Vom Oblakov vrh kommend erreichen wir die Ortschaft Dolenja Trebuša im Idrijca-Tal, wo wir nach links auf die slowenische Landstraße "608" abbiegen. Vorbei an der Pfarrkirche Sv. Jakoba...



Am Ortsausgang von Dolenja Trebusa in Slowenien auf dem Weg zum Drnulk-Pass


... verlassen wir die kleine Ortschaft auf der nach Süden führenden Landstraße...



Brücke über den Fluss Trebuscica kurz hinter Dolenja Trebusa unterhalb des Drnulk-Passes in Slowenien


... und überqueren nach etwa einem Kilometer den forellenreichen Fluss Trebušcica, der circa 14 Kilometer weiter südlich am Hang des1.495 Meter hohen Mali Golak entspringt und der bei Dolenja Trebuša in die Idrijca mündet.



Auf der slowenischen Straße 608 zwischen Dolenja Trebusa und dem Drnulk-Pass


Hinter der Brücke steigt die schmale, aber gut asphaltierte Passstraße auf der westlichen Talseite kurvenreich mit bis zu 12 Prozent an...



Auf der Ostrampe des Drnulk-Passes oberhalb von Dolenja Trebusa im Trebuscica-Tal in Slowenien


... und ermöglicht erste Ausblicke auf die Felsen des noch recht unbekannten Klettergebietes Drnulk, in dem Bergfreunde mehr als 40 Kletterrouten vorfinden.



Auf der Ostrampe des Drnulk-Passes am Abzweig der Straße nach Gorenja Trebusa in Slowenien


Fünf Kilometer und ebenso viele Kehren hinter Dolenja Trebuša zweigt links die Straße nach Gorenja Trebuša ab. Wir fahren hier geradeaus weiter...



Schotter auf der Ostrampe des Drnulk-Passes hinter dem Abzweig nach Gorenja  Trebusa


... und sind wenige hundert Meter weiter überrascht: Die Ausbaustrecke endet abrupt und es geht auf Schotter, Sand und Geröll weiter.



Auf der Schotterstraße zum Drnulk-Passes oberhalb des Abzweigs von Golenja Trebusa in Slowenien


Vorbei an schroffen und teilweise überhängenden Felswänden...



Auf der Straße 608 zum Drnulk-Pass oberhalb von Dolenja Trebusa in Slowenien


... windet sich die Bergstraße mit bis zu 24 Prozent Steigung und zuerst noch mit Leitplanken gesichert Richtung Scheitel, ...



Bunte Fähnchen warnen auf der Ostrampe des Drnulk-Passes vor dem Abgrund


... im oberen Streckenteil warnen dann nur noch bunte Fähnchen vor dem Abgrund.



Felsdurchbruch der Ostrampe des Drnulk-Passes oberhalb von Dolenja Trebusa in Slowenien


Zwischen den Kehren wartet ein Felsdurchbruch auf uns, ...



Zwischen den Felsen der Ostrampe unterhalb der Scheitelhöhe des Drnulk-Passes in Slowenien


... dahinter passieren wir eine traumhafte Felslandschaft.



Steile Felsen beiderseits der Ostrampe des Drnulk-Passes oberhalb von Dolenja Trebusa in Slowenien


Ein Adrenalinschub bleibt uns erspart: Wir haben bei der Auffahrt zum Glück keinerlei Gegenverkehr.



Unspektakulärer Scheitel des Drnulk-Passes oberhalb von Dolenja Trebusa und Cepovan in Slowenien


Acht Kilometer hinter Dolenja Trebuša erreicht die Ostrampe den unspektakulären Scheitel des Drnulk-Passes. Wie auf der gesamten Strecke herrscht auch hier Einsamkeit pur. Es gibt keine Einkehrmöglichkeit, keinen Parkplatz und noch nicht einmal ein Passschild.



Auf der Westrampe des Drnulk-Passes kurz hinter der Scheitelhöhe und oberhalb von Cepovan in Slowenien


Deshalb fahren wir ohne Aufenthalt weiter auf die Westrampe Richtung Cepovan. Wenige hundert Meter hinter der Scheitelhöhe überfahren wir die Grenze zwischen den Gemeinden Tolmin und Nova Gorica und passieren einen kleinen, unbenutzten Schotterparkplatz, der von Bergsteigern gerne als Ausgangspunkt für Wander- und Klettertouren genutzt wird.



Im oberen Abschnitt der Westrampe des Drnulk-Passes oberhalb von Cepovan in Slowenien


Die ersten vierhundert Meter der Westrampe verlaufen fast eben, dann kündigt ein Schild Steinschlaggefahr an.



Im oberen Abschnitt der Westrampe des Drnulk-Passes oberhalb von Cepovan in Slowenien


Mit zunehmendem Gefälle schlängelt sich die "608" dahinter durch den Bergwald, aber bei weitem nicht so spektakulär wie die Ostrampe.



Im unteren Abschnitt der Westrampe des Drnulk-Passes kurz vor dem westlichen Talort Cepovan in Slowenien


Nach etwa einem Kilometer findet das Schotter-Martyrium schließlich ein Ende: Unser MX-5 bekommt wieder Asphalt unter die Hankook-Reifen...



Im unteren Abschnitt der Westrampe des Drnulk-Passes vor den ersten Häusern von Cepovan in Slowenien


... und kurz darauf sehen wir die ersten Häuser von Cepovan vor uns, zwischen denen es noch einmal eng wird.



Ende der Westrampe des Drnulk-Passes an der Einmündung in die 609 bei Cepovan in Slowenien


An der Einmündung der Straße "609" biegen wir rechts ab...



Im Cepovanski-Tal zwischen Cepovan und Most na Soci unterhalb des Drnulk-Passes in Slowenien


... und lassen den Roadster durch das Cepovanski-Tal nach Most na Soci rollen, ...



Gasthaus Pri Stefanu in Most na Soci in Slowenien


... wo wir unter den Sonnenschirmen des empfehlenswerten Gasthauses "Pri Stefanu" einen ausgedehnten Boxenstopp einlegen, bevor wir dann zum Bohinjsko sedlo weitertouren.




Weitere Infos:
https://ruska-sled.weebly.com/cesta-in-spomenik.html
und
http://www.planota.si/sl/kraji/cepovan/zanimivosti/71-cestne-povezavel











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