Mit dem Mazda-Roadster MX-5 über Gebirgsstraßen, Pässe, Hellinge und Klimmen
    
Kermeter-Höhenstraße
(Haus Kermeter)
    



Der in der Rureifel gelegene und mit einem ausgedehnten Buchenwald überzogene Kermeter liegt mitten im Naturpark Eifel. Der etwa 35 Quadratkilometer große Höhenzug ist auf drei Seiten von Wasser umgeben: Im Süden wird er von der Urft und dem Urftstausee begrenzt, im Südwesten vom Obersee. Im Westen und Norden reicht er bis an die Ufer des mäanderartig im Rurtal gelegenen Rurstausees. Der namenlose Hochpunkt des Kermeter liegt auf 528 Metern Meereshöhe nahe dem Haus Kermeter, das über die als Landesstraße L15 kartierte "Kermeterstraße" erreicht werden kann. Auffahrten sind ab Schwammenauel über die auch "Kermeter-Höhenstraße" genannte L15 sowie ab Heimbach und Wolfgarten über die L249 möglich, von der man auf einer Höhe von 480 Metern auf die über den Kermeter nach Schwammenauel führende L15 abbiegt.



In Heimbach unterhalb der Burg Hengebach auf dem Weg auf die Anhöhe Kermeter in der Rureifel


Von Zülpich kommend erreichen wir auf der als "In der Hilbach" ausgeschilderten Landesstraße L218 die Nationalparkstadt Heimbach im Tal der Rur. Der Ort wurde bereits im Jahr 673 erstmals urkundlich erwähnt und war lange Zeit Sitz des Amtes Jülich. Heute gehört Heimbach zum Kreis Düren und hat mit seinen sechs zugehörigen Ortsteilen etwas mehr als 4.600 Einwohner. Unterhalb der ab dem 11. Jahrhundert erbauten Burg Hengebach biegen wir auf die links abzweigende und nach Wolfgarten führende L249 ab.



Auf der Mariawalder Straße in Heimbach unterhalb der Burg Hengebach auf dem Weg zur Anhöhe Kermeter in der Rureifel


Die gepflasterte und als "Mariawalder Straße" ausgeschilderte L249 steigt unmittelbar hinter dem Abzweig mit sechs bis sieben Prozent an...



Auf der Mariawalder Straße beim Besucherparkplatz von Burg Hengebach in Heimbach auf dem Weg zur Anhöhe Kermeter in der Rureifel


... und passiert die rechts der Straße gelegene Zufahrt zum Parkplatz der von uns im Vorjahr besuchten Burganlage.



Auf der Mariawalder Straße hinter dem Ortsausgang von Heimbach auf dem Weg zur Anhöhe Kermeter in der Rureifel


Hinter dem Ortsausgang von Heimbach ist die Mariawalder Straße sehr gut asphaltiert und auf 50 km/h Höchstgeschwindigkeit begrenzt. Die zusätzlich mit einem Überholverbot belegte Straße quert nun mit bis zu zehn Prozent Steigung den felsigen, zur Rur hin steil abfallenden Westhang des 365 Meter hohen Bildchesberges, ...



Auf der Mariawalder Straße zwischen Heimbach und der Abtei Mariawald auf dem Weg zur Anhöhe Kermeter in der Rureifel


... flacht in der Folge etwas ab...



Auf der Mariawalder Straße oberhalb von Heimbach auf dem Weg zur Anhöhe Kermeter in der Rureifel


... und erreicht nach fünfhundert Metern die erste nennenswerte Kurve.



Hinter Kehre 2 der Mariawalder Straße oberhalb von Heimbach auf dem Weg zur Anhöhe Kermeter in der Rureifel


Durch zwei enge Kehren steigt die L249 dann entlang dem Nordwesthang des 425 Meter hohen Bückberges...



Vor dem Aussichtsparkplatz der Mariawalder Straße zwischen Heimbach und der Abtei Mariawald auf dem Weg zur Anhöhe Kermeter in der Rureifel


... und passiert zweieinhalb Kilometer hinter Heimbach einen links der Straße gelegenen Parkplatz, ...



Blick vom Aussichtsparkplatz der Mariawalder Straße auf Heimbach und die Burg Hengebach in der Rureifel


... von dem aus man einen schönen Blick auf die Dächer der Stadt und die Burg Hengebach hat.



Auf der Mariawalder Straße oberhalb von Heimbach vor der Kreuzwegstation VIII der Abtei Mariawald in der Eifel


Siebenhundert Meter weiter passiert die L249 im Gegenlicht der tiefstehenden Sonne die Station 8 des "Stationsweg" genannten Mariawalder Kreuzweges, der von der Wallfahrtskirche St. Clemens in Heimbach heraufkommend hier die Fahrbahn überquert und nach rechts durch den Wald zu der etwas oberhalb gelegenen Abtei Mariawald führt.



Auf der Mariawalder Straße oberhalb von Heimbach vor der Kreuzwegstation VIII der Abtei Mariawald in der Eifel


Die Mariawalder Straße folgt nun weiter ansteigend für etwa fünfhundert Meter der Umfassungsmauer der Klosteranlage, die dann im Wald zurück bleibt.



Auf der Mariawalder Straße oberhalb von Heimbach vor der Klosterkirche der Abtei Mariawald in der Rureifel


Hinter der nächsten Rechtskurve taucht dann rechts der Straße die Klosterkirche der Abtei Mariawald auf. Das spätgotische dreischiffige Gotteshaus wurde im Jahr 1511 der "allerheiligsten Dreifaltigkeit, dem verehrungswürdigen Sakrament, der allerseligen Jungfrau Maria und dem heiligen Bernhard" geweiht.



Abtei Mariawald auf dem Kermeter-Höhenzug oberhalb von Heimbach in der Rureifel


Das Kloster Mariawald auf dem Kermeter-Höhenzug wurde im Jahr 1486 von Zisterziensermönchen gegründet, um ein von Heinrich Fluitter gestiftetes Gnadenbild und die zunehmende Zahl an Pilgern zu betreuen. In den folgenden dreihundert Jahren wurde die Klosteranlage mehrfach erweitert, bis es 1795 von der französischen Revolutionsregierung geschlossen wurde. Während damals große Teile der Inneneinrichtung durch Plünderungen verloren gingen, konnte das Gnadenbild gerettet und in die Kirche von Heimbach überführt werden.1860 kaufte der Trappistenorden das verfallene Anwesen und sorgte für den Wiederaufbau. Im Jahr 1909 wurde Mariawald dann zur Abtei erhoben und Laurentius Wimmer zum ersten Abt ernannt. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Abtei beschlagnahmt, aufgelöst und weitgehend zerstört. Nach dem Krieg kehrten die Trappistenmönche zu dem Kloster auf dem Bückberg zurück und begannen den Wiederaufbau. Am 15. September 2018 wurde die Abtei wegen der stetig rückläufigen Zahl an Mönchen aufgegeben. Ein Besuch lohnt sich dennoch auch heute. Nicht nur, weil es in der Klostergaststätte immer noch den weit über die Kreisgrenzen hinaus beliebten Erbseneintopf gibt.



Auf der Mariawalder Straße zwischen der Abtei Mariawald und dem Abzweig der Kermeter-Höhenstraße nach Schwammenauel in der Rureifel


Hinter der Abtei steigt die Mariawalder Straße mit bis zu elf Prozent weiter an...



Auf der Mariawalder Straße vor dem Abzweig der Kermeter-Höhenstraße nach Schwammenauel in der Rureifel


... und erreicht nach 1,8 Kilometern den Abzweig der "Kermeterstraße" genannten L15. Wir verlassen hier die L249, die durch eine Linkskurve nach Südosten abdreht und auf die zwei Kilometer entfernte Ortschaft Wolfgarten zuläuft...



Auf der Kermeterstraße hinter dem Abzweig von der Mariawalder Straße oberhalb der Abtei Mariawald in der Rureifel


... und folgen rechts abbiegend der mit niederen einstelligen Prozentwerten ansteigenden Kermeterstraße durch den Laubwald in Richtung Schwammenauel und Schmidt.



Auf der Kermeterstraße zwischen dem Abzweig von der Mariawalder Straße und dem Forsthaus Kermeter oberhalb der Abtei Mariawald in der Rureifel


Laufen lassen kann man den Roadster hier nicht, denn schon wenige Meter hinter dem Abzweig wird die Straße auf 70 km/h begrenzt. Zudem warnt ein Verkehrsschild...



Auf der Kermeterstraße vor dem Forsthaus Kermeter oberhalb der Abtei Mariawald in der Rureifel


... vor der nachfolgenden 90-Grad-Rechtskurve.



Zweirädriger Gegenverkehr auf der Kermeterstraße vor dem Forsthaus Kermeter in der Rureifel


Die Kermeter-Höhenstraße ist bei Motorradfahrern ähnlich beliebt wie die aus dem Kalltal nach Vossenack führende Schmidter Straße: Mehrfach kommen uns auf dem Weg nach Schwammenauel Biker auf schweren Straßenmaschinen oder auf Enduros entgegen.



Auf dem Kermeter-Hochplateau vor dem Forsthaus Kermeter in der Rureifel


Hinter der 90-Grad-Kurve erreicht die Kermeterstraße eine Höhe von fünfhundert Metern und überquert in der Folge über leichte Bodenwellen hinweg ein kleines Hochplateau.



Auf der Kermeterstraße vor dem Forsthaus Kermeter oberhalb von Heimbach und Schwammenauel in der Rureifel


Sechs Kilometer hinter Heimbach passiert die Kermeter-Höhenstraße das rechts der Straße auf 510 Metern Meereshöhe stehende frühere Forsthaus Kermeter, vor dem die heute ausschließlich Wanderern und Radfahrern vorbehaltene und von der Abtei Mariawald herauf kommende ehemalige Kreisstraße K26 einmündet. Der Hochpunkt der Kermeterstraße ist am Haus Kermeter noch nicht ganz erreicht, denn auf den folgenden vierhundert Metern steigt die Straße bis auf eine Höhe von 528 Metern weiter leicht an.



Auf der Kermeterstraße zwischen dem Forsthaus Kermeter und Schwammenauel am Rurstausee in der Eifel


Dann beginnt die Abfahrt nach Schwammenauel, die schon kurz hinter der Scheitelhöhe auf 50 km/h begrenzt ist.



Auf der Kermeterstraße vor dem Wanderparkplatz Kermeter Paulushof oberhalb von Schwammenauel in der Rureifel


Seitlich der Kermeterstraße wurden die Wanderparkplätze "Klosterwiese", "Hellberg", "Titzbruchwiese", "Alte Buchen", "Verbrannter Berg" sowie der zwei Kilometer hinter dem Forsthaus in einer Rechtskurve abzweigende Wanderparkplatz "Kermeter Paulushof" angelegt, der auch von Linienbussen angefahren wird, die ab Heimbach und Gemünd verkehren. Von hier aus lässt sich der Naturerlebnisraum Wilder Kermeter erkunden, auf dem barrierefreien Naturlehrpfad "Wilder Weg" spazieren oder auf markierten Wegen u. a. zum Aussichtspunkt "Hirschley" wandern.



Auf der Kermeterstraße hinter dem Wanderparkplatz Kermeter Paulushof oberhalb von Schwammenauel in der Rureifel


Hinter dem Parkplatz senkt sich die Kermeterstraße mit leichten Biegungen und einem Gefälle von vier bis sechs Prozent...



In der oberen Kehre der Kermeterstraße hinter dem Wanderparkplatz Kermeter Paulushof oberhalb von Schwammenauel in der Rureifel


... auf die erste Kehre der Nordwestabfahrt zu, von der aus die sich jenseits der Rurtalsperre und oberhalb der Ortschaften Rurberg und Woffelsbach erhebenden Eifelhöhen zu sehen sind.



Auf der Kermeterstraße in der zweiten Kehre oberhalb von Schwammenauel am Rurstausee in der Eifel


Auf den folgenden achthundert Metern bis zur zweiten Kehre erhöht sich das Gefälle auf bis zu zehn Prozent und es ist mit Geröll auf der Fahrbahn zu rechnen.



Auf der Kermeterstraße unterhalb des Forsthauses Kermeter vor dem Rurstausee bei Schwammenauel in der Eifel


Knapp fünf Kilometer hinter dem Haus Kermeter erreicht die L15 die Rurtalsperre Schwammenauel...



Auf der Staumauer der Rurtalsperre bei Schwammenauel undhalb der Kermeter-Anhöhe in der Eifel


... und läuft über die knapp achtzig Meter hohe Staumauer...



Auf der Staumauer der Rurtalsperre vor dem Hotel Seehof in Schwammenauel undhalb der Kermeter-Anhöhe in der Eifel


... auf das Hotel "Der Seehof", den Schiffsanleger der Rursee-Schifffahrt AG und das "Café am Pegel" zu. Hinter der Kurve gibt es links der Straße mehrere große, gebührenpflichtige Parkplätze, ...



Am Ufer der Rurtalsperre oberhalb des Schiffanlegers in Schwammenauel in der Eifel


... von denen aus das Ufer des knapp acht Quadratkilometer großen Stausees schnell erreicht ist. Die Rurtalsperre wurde in den Jahren 1934 bis 1938 erbaut und 1939 in Betrieb genommen. Zusammen mit den Vorsperren "Obersee" und "Eiserbach" gehört der Rursee zum Wasserverband Eifel-Rur, der den Stauraum zur Regulierung des Flusses und zur Stromgewinnung nutzt. Von der Talsperre aus bietet sich die Weiterfahrt über den Südostanstieg nach Schmidt an.



Vor dem im Jugendstil erbauten Kraftwerk Heimbach in der Rureifel


Zur Stromgewinnung wird auch das etwas weiter abwärts an der Rur gelegene sehenswerte Kraftwerk Heimbach genutzt, das man durch die "Kleestraße" der Ortschaft Hasenfeld erreicht. Das 1904 im Jugendstil erbaute Kraftwerk ging 1905 als damals größtes Kraftwerk Europas in Betrieb und hatte mit seinen acht Maschinensätzen eine Leistung von 12.000 Kilowattstunden. 1975 wurden die veralteten Maschinen durch zwei Francis-Turbinen mit einer Gesamtleistung von 16.000 Kilowattstunden ersetzt. Versorgt wird das Kraftwerk durch einen 2,7 Kilometer langen Druckstollen mit Wasser aus der gut einhundert Meter höher gelegenen und 45 Millionen Kubikmeter fassenden Urfttalsperre. Das unter Denkmalschutz stehende Kraftwerk wird von dem Unternehmen "Innogy" betrieben und kann nach Terminvereinbarungen besichtigt werden.




Weitere Infos:
Stadt Heimbach
Burg Hengebach
Wallfahrtskirche St. Clemens

Kloster Mariawald
Der Kreuzweg von Mariawald
Rurtalsperre Schwammenauel
Rursee-Schifffahrt KG

Kraftwerk Heimbach











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