Mit dem Mazda-Roadster MX-5 über Gebirgsstraßen, Pässe, Hellinge und Klimmen
    
Nideggen
(Westauffahrt ab Brück)
    



Die auf einer 320 Meter hohen Bergkuppe am Rand des Nationalparks Eifel gelegene Stadt Nideggen ist auf mehreren Wegen erreichbar: Von Norden kommend ist eine Anfahrt auf der Kreisstraße K32 ab Üdingen ebenso möglich wie auf der L249 ab Kreuzau. Anspruchsvoller und kurvenreicher sind jedoch die beiden Auffahrten aus dem Rurtal: Aus dem südlich gelegenen Dorf Abenden steigt die L249 durch vier Kehren und mit bis zu zehn Prozent Steigung in die etwa zehntausend Einwohner zählende und zum Kreis Düren gehörende Kleinstadt; aus dem Westen führt die "Burgstraße" genannte L11 kurvenreich und durch zwei Kreisverkehre ins Zentrum von Nideggen, von wo aus die Burg Nideggen schnell erreicht werden kann.



Auf der Bergsteiner Straße in Zerkall im Rurtal auf dem Weg zur Burg Nideggen in der Eifel


Wir starten die Westauffahrt nach Nideggen in der zur Gemeinde Hürtgenwald gehörenden Ortschaft Zerkall im Rurtal. Die "Bergsteiner Straße" genannte L11 durchquert das zweihundert Einwohner zählende Dorf in einer weit gezogenen Rechtskurve, ...



Auf der L11 vor dem Bahnübergang der Rurtalbahn zwischen Zerkall und Nideggen in der Eifel


... überquert hinter dem Ortsausgang die Gemeindegrenze zwischen Hürtgenwald und Nideggen und läuft - auf 50 km/h Höchstgeschwindigkeit begrenzt - auf den Bahnübergang der Rurtalbahn zu, die Düren und Kreuzau mit Heimbach verbindet.



Auf der L11 hinter Zerkall vor dem Ortseingang von Brück im Rurtal unterhalb von Stadt und Burg Nideggen in der Eifel


Dahinter folgt die Landesstraße eben verlaufend und fast kurvenlos dem orographisch linken Ufer der Rur und erreicht nach einem Kilometer den Eingang des Nideggener Ortsteils Brück.



Auf der L11 in der Ortschaft Brück im Rurtal unterhalb der Burg Nideggen in der Eifel


Vorbei am Rurtal-Bahnhof Nideggen-Brück läuft die nun "Zerkaller Straße" genannte L11 auf einen Kreisverkehr zu, über dem auf einem Buntsandsteinfelsen unser Ziel thront: die Ruine der einst mächtigen Burg Nideggen. Im Kreisverkehr lassen wir die 1. Ausfahrt auf die L246 nach Schmidt in der Eifel rechts liegen...



Im Kreisverkehr von Brück in der Ausfahrt der Burgstraße genannten L11 nach Nideggen in der Eifel


... und verlassen den Kreisel durch die zweite Ausfahrt in Richtung Nideggen, hinter der der eigentliche Westaufstieg beginnt. Die nun als "Burgstraße" ausgeschilderte L11 passiert in der Folge mehrere beidseitig der Straße stehende Wohnhäuser sowie das Restaurant Miracoli, ...



Auf der Rurbrücke der Burgstraße in Brück vor der Westauffahrt nach Nideggen in der Eifel


... überquert die Rur und erreicht unmittelbar hinter der Rurbrücke der Ortsausgang von Brück.



Auf der Burgstraße hinter dem Ortsausgang von Brück auf der Westauffahrt nach Nideggen in der Eifel


Hinter dem Ortsausgangsschild tritt die Burgstraße in den Wald ein, steigt mit bis zu elf Prozent auf eine Linkskurve zu...



Auf der Burgstraße in der ersten Kehre der Westauffahrt nach Nideggen in der Eifel


... und läuft dann mit einstelligen Steigungswerten entlang des Nideggener Bachs auf die erste von zwei Kehren zu.



Auf der Burgstraße im Flachstück der Westauffahrt nach Nideggen in der Eifel


Auf längeren Passagen der gut ausgebauten und beidseitig mit Leitplanken gesicherten Burgstraße besteht Überholverbot.



Auf der Burgstraße vor dem Ortseingang von Nideggen in der Eifel


Nach knapp zwei Kilometern erreicht die Westauffahrt den Ortseingang von Nideggen und dahinter einen ersten Kreisverkehr, an den sich direkt ein zweiter anschließt, von dem aus die L11 nach Abenden und Heimbach sowie die L33 nach Düren abzweigen. Wir nehmen hier die erste Ausfahrt...



Westauffahrt zur Burg Nideggen auf der Straße Im Altwerk vor dem historischen Dürener Tor in der historischen Altstadt von Nideggen


... und folgen der weiter ansteigenden Straße "Im Altwerk", die vorbei an gepflegten, teilweise unter Denkmalschutz stehenden Fachwerkhäusern zum historischen "Dürener Tor" in der Altstadt von Nideggen führt. Das zweigeschossige Doppelturmtor wurde im frühen 14. Jahrhundert erbaut und war als eines von drei Stadttoren Bestandteil der mittelalterlichen Stadtbefestigung.



Auf dem Marktplatz von Nideggen in der Eifel unterhalb von Burg Nideggen


Da das Dürener Tor nur vom Stadtkern aus durchfahren werden darf, biegen wir vor ihm rechts ab und folgen den Straßen "Bewersgraben", "Hindenburgstraße" und "Bahnhofstraße" zu dem am Hang des Burgberges angelegten Marktplatz der Stadt. Nideggen wurde im Mittelalter gegründet und im Jahr 1184 erstmals urkundlich erwähnt. Während des Pfälzischen Erbfolgekrieges wurde die aufstrebende Stadt 1689 von französischen Truppen verwüstet und niedergebrannt. Mit dem erneuten Einmarsch französischer Truppen im Jahr 1794 geriet Nideggen unter französische Verwaltung und verlor das Stadtrecht. Durch den Wiener Kongress des Jahres 1815 fiel Nideggen mit dem Rheinland an die Rheinprovinz. Es folgte ein wirtschaftlicher Aufschwung, der mit dem Zweiten Weltkrieg ein jähes Ende fand, denn große Teile der Stadt wurden durch Bombenangriffe und Artilleriegefechte zerstört.



In der Kirchgasse zwischem dem Marktplatz und der Burg von Nideggen in der Eifel unterhalb von Burg Nideggen


In seiner Südecke verlassen wir den Marktplatz und folgen der steil ansteigenden und gepflasterten "Kirchgasse", ...



In der Kirchgasse von Nideggen vor dem Nytstor der Burganlage oberhalb der Stadt


... durchfahren das im 13. Jahrhundert errichtete, "Nytstor" genannte rundbogige Burgtor der ab dem Jahr 1177 errichteten Burganlage...



Vor dem Parkplatz in der Burg Nideggen neben der katholischen Kirche St Johannes Baptist


... und stellen die Roadster auf dem Parkplatz neben der katholischen Pfarrkirche St. Johannes Baptist ab. Das um 1177 erbaute und Johannes dem Täufer geweihte Gotteshaus wurde Mitte des 17. Jahrhunderts durch einen Blitzeinschlag schwer beschädigt und in der Folge ebenso wieder hergestellt wie nach den Erdbeben des 18. Jahrhunderts und den Zerstörungen während des Zweiten Weltkriegs.



Auf dem Vorhof der Burg Nideggen vor dem mächtigen als Wohnturm angelegten Bergfried


Vom Parkplatz aus erreicht man entlang der Kirchgasse den nahen Vorhof der Burg, hinter dem der von Laubbäumen umgebene und als Wohn- und Wehrturm angelegte Bergfried in die Höhe ragt. Er wurde als erstes Gebäude der Burg hochgezogen. Seit 1979 ist im Turm das Burgenmuseum untergebracht.



Im Innenhof der Burg Nideggen


Der riesige Innenhof der hoch über der Rur gelegenen Burg Nideggen wird von massiven Wehrmauern und einem zweigeschossigen Winkelbau begrenzt. Absoluten Schutz bot die Burg den Grafen und Herzögen von Jülich aber nicht, denn 1542 wurde sie von Kaiser Karl V. eingenommen und in weiten Teilen zerstört. Den Rest erledigten die weiter oben schon erwähnten Erdbeben des 18. Jahrhunderts: Burg Nideggen verfiel zur Ruine, wurde Ende des Jahrhunderts zum Abbruch verkauft und in der Folge als Steinbruch genutzt. Mit dem beginnenden 20. Jahrhundert ließ der Kreis Düren schließlich die Mauerreste sichern und teilweise wieder aufbauen. Der große Winkelbau mit dem vorgesetzten Rundturm wurde in den 1950er Jahren auf romanischen Resten hochgezogen und beherbergt heute das Burgrestaurant.




Weitere Infos:
Stadt Nideggen
Burg Nideggen
Museum Burg Nideggen











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