Gebirgsstraßen, Pässe, Hellinge und Klimmen
    
Passo Duran
(Duranpass)
    



Der in den südlichen Dolomiten gelegene Passo Duran verbindet das östliche Dont im Val di Zoldo mit dem im Westen gelegenen Agordo im Cordevole-Tal. Er nutzt dabei die natürliche Senke zwischen dem 2.868 Meter hohen Monte Moiazza im Nordwesten und dem 2.488 Meter hohen Cime di San Sebastiano im Südosten. Die über den Passo Duran führende SP347 "Strada Provinciale 347 del Passo Cereda e del Passo Duran" ist nicht ganzjährig befahrbar. Sie wird im Winter nicht durchgängig frei gehalten und unterliegt deshalb einer Wintersperre.



Beginn der Ostrampe des Passo Duran in der Ortschaft Dont im Val di Zoldo


Vom Passo Cibiana kommend erreichen wir auf der SP251 "Strada Provinciale SP251 della Val di Zoldo e Val Cellina" die Ortschaft Dont am Ufer des Flusses Maè, wo wir nach links auf die über den Passo Duran nach La Valle Argordina und Agordo führende SP347 "Strada Provinciale 347 del Passo Cereda e del Passo Duran" abbiegen. Wir passieren schmucke Wohnhäuser, das Albergo Brustolon und die Pfarrkirche "Santa Caterina d’Alessandria" aus dem 15. Jahrhundert.



Steil ansteigende Ostrampe des Passo Duran in der Ortschaft Dont im Val di Zoldo


Noch innerhalb der auf 950 Metern Höhe gelegenen Ortschaft steigt die für Fahrzeuge mit mehr als 7 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht oder mit einer Länge von mehr als 7 Metern gesperrte Straße mit fünfzehn Prozent steil an und erreicht schnell die Höhe der Schallöffnungen des im Jahr 1880 erbauten Glockenturms der Pfarrkirche.



Ostrampe des Passo Duran oberhalb der Ortschaft Dont im Val di Zoldo


Vorbei am Ortsteil Foppa führt die SP347 zu dem auf 1.020 Metern Höhe am Berghang gelegenen Dorf Pradel an, das sie durch drei Kehren passiert.



strampe des Passo Duranhinter dem Ortsteil Pradel von Dont m Val di Zoldo


Am Ortsausgang von Pradel wird der Fahrbahnbelag spürbar schlechter. Zwischen den letzten Häusern des Dorfes taucht der Gipfel des in der Tamer-Gruppe gelegenen, 2.488 Meter hohen Cime Nord di San Sebastiano auf.



Enge Ostrampe des Passo Duran in dem Weiler Gavaz oberhalb von Dont in den Dolomiten


Hinter Pradel quert die Bergstraße den Südosthang der Crep di Dont (1.640 m), passiert das Dorf Cordelle und erreicht drei Kilometer hinter Dont den auf 1.170 Metern Höhe und zur Fraktion Goima gehörenden Weiler Gavaz.



Kirche des Weilers Gavaz an der Ostrampe des Passo Duran oberhalb von Dont im Val di Zoldo


Seitlich der Passstraße steht die "Chiesa San Rocco di Gavaz", hinter der sich die Gipfel von Cresta delle Masenade (2.740 m), Moiazza Süd (2.874 m), Moiazza Nord (2.865 m) und Cima di Nali (2.776 m) erheben. Die kleine Kirche aus dem 18. Jahrhundert wurde von den Bewohnern des Goima-Tales erbaut, weil sie von der großen Pestepidemie der Jahre 1629 bis 1631 verschont blieben. Wegen der weit verbreiteten Armut konnte der Bau erst mehr als einhundert Jahre nach dem Abklingen der Pest realisiert werden. Im Kircheninneren findet man einen Hochaltar aus dem späten 18. Jahrhundert, der von dem Bildhauer Giovanni Paolo Gamba aus Forno di Zoldo geschaffen wurde.



Ortschaft Chiesa an der Ostrampe des Passo Duran oberhalb von Dont im Val di Zoldo


Nach einem weiteren Kilometer erreichen wir das am linken Ufer des Bergbachs "Torrente Duran" gelegene Dorf Chiesa, hinter dem sich die Cima delle Sasse (2.878 m) erhebt.



Ostrampe des Passo Duran izwischen ddem Dorf Chiesa und der Scheitelhöhe


Hinter Chiesa flacht die Passstraße ab, überquert den "Torrente Duran" und dreht in südliche Richtung.



Ostrampe des Passo Duran hinter den letzten Kehren unterhalb der Scheitelhöhe


Durch zwei Kehren gewinnt die Nordrampe dann mit acht bis zehn Prozent Steigung wieder stärker an Höhe, danach schlängelt sie sich unterhalb der Nordwestwand des San Sebastiano Nord wellig durch den dichten Bergwald.



Ostrampe des Passo Duran oberhalb von Dont kurz vor der Scheitelhöhe


Nach einer letzten Rechtskurve taucht schließlich die Scheitelhöhe...



Passschild  des Passo Duran seitlich der Ostrampe kurz vor der Scheitelhöheal di Zoldo


... und wenige Meter weiter auch das Passschild des Passo Duran vor der Motorhaube unseres MX-5 auf.



Rifugio San Sebastiano auf dem Scheitel des Passo Duran in den Dolomiten


Auf dem Scheitel steht das von Wanderern und Motorradfahrern gut besuchte Rifugio San Sebastiano al Passo Duran, das neben einem Restaurant mit Bar auch Übernachtungsmöglichkeiten anbietet.



Rifugio Passo Duren C Tome auf dem Scheitel des Passo Duran oberhalb von Agordo und Dont in den Dolomiten


Etwa einhundert Meter weiter erreichen wir das Rifugio Passo Duran "C. Tomè", das einen vergleichbaren Service wie das Rifugio San Sebastiano anbietet. Das Rifugio Passo Duran wurde ab 1948 auf Initiative der Sektion Agordina des Club Alpino Italiano (CAI) erbaut und im Jahr 1952 eröffnet. Das Schutzhaus wurde in der Folge sehr gut besucht und musste deshalb in den Jahren 1960/61 und 1981/83 erweitert werden. Der Namenszusatz "C. Tomè" erinnert an den Bergsteiger Cesare Tomè aus Agordo, der als Erschließer der Moiazza-Gruppe und durch eine Reihe von Erstbesteigungen bekannt wurde, darunter Agner, Moiazza, Piz de Medozzi, Sasso di Bosconera, Schiara und die Südwand der Marmolata.

Über den im Naturpark "
Parco Nazionale Dolomiti Bellunesi" gelegenen Passo Duran führt der Dolomiten-Höhenweg 1 vom Pragser Wildsee im Pustertal nach Belluno (ital.: Alta Via delle Dolomiti 1) sowie der Fernwanderweg von München nach Venedig. Die beiden Schutzhäuser auf dem Scheitel dienen zudem als Ausgangspunkt für Touren zum Rifugio Carestiato (1 Std), zum Bivacco Grisetti (2½ Std), zum Bivacco Angelini (2½ Std) und zu den Gipfeln Cima Moiazza Sud (6 Std), Monte Tamer (4 Std) sowie Cima Nord di San Sebastiano (4 Std).



Blick von der Ostrampe des Passu Duran auf den Monte Pelmo und den Antelao in den Dolomiten


Vom Scheitel des Passo Duran hat man tolle Ausblicke: Im Nordosten sieht man hinter dem begrünten Spiz Agnellessa den Monte Pelmo aufragen, rechts davon erkennt man Sorapiss, Antelao und in der Ferne die Marmarole-Gruppe. Im Südosten ragen die Gipfel der Tamer- sowie der Palagruppe in die Höhe und im Westen glänzt in der Ferne die schneebedeckte Marmolada.




Weitere Infos:
https://www.alpentourer.de/











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