Gebirgsstraßen, Pässe, Hellinge und Klimmen
    
Semmering-Pass
(Alte Semmering-Passstraße)
    



Der Semmering-Pass verbindet Mürzzuschlag im Mürztal in der Steiermark mit Gloggnitz am Rande des Wiener Beckens in Niederösterreich. Über den Gebirgsübergang führt neben der älteren Semmering-Passstraße (Bundesstraße 306) auch die teilweise durch Tunnel verlaufende Semmering-Schnellstraße S6. Ein erster Saumweg über den Semmering existierte bereits im 12. Jahrhundert als Teilstück der Verbindung von Wien nach Venedig. Die Habsburger ließen diesen nach und nach zu einer Passstraße ausbauen, letztmalig in den Jahren 1839-1841, als die alte Semmering-Straße durch eine neue, weniger steile Trasse ersetzt wurde. Denn trotz seiner bescheidenen Höhe von 985 Metern war damals wegen der Kürze der Strecke der Anstieg von Schottwien zum Scheitel eine echte Herausforderung. Der heutige, durch mehrere Kehren entschärfte Straßenverlauf entstand im Rahmen des Ausbaus in den Jahren 1956 bis 1958. Die auf dem Scheitel gelegene und vom Warenverkehr auf der Passstraße lebende Ortschaft Semmering entwickelte sich mit dem Bau der im Jahr 1854 fertig gestellten Semmering-Bahn, der ersten Hochgebirgsbahn Europas, zu einem Freizeit- und Erholungsort des Wiener Adels.


MX-5 in der Ortsmitte von Gloggnitz unterhalb des Semmering-Passes in NIederösterreich


Von der Hochwechselstraße kommend erwischt uns kurz vor der auf 440 Metern Meereshöhe gelegenen Stadt Gloggnitz ein Starkregenschauer. Wir parken den MX-5 in der "Hauptstraße" vor dem Restaurant "S'Platzl"...



Sankt Othmar Kapelle im Zentrum von Gloggnitz unterhalb des Semmering-Passes in NIederösterreich


... und schauen uns die St. Othmar Kapelle auf dem an die Hauptstraße angrenzenden Dr.-Karl-Renner-Platz an. Das auch "Marktkapelle" genannte gotische Bauwerk entstand im 11. oder 12.Jahrhundert und war lange Zeit der Mittelpunkt des erstmals im 11. Jahrhundert urkundlich erwähnten und heute etwa sechstausend Einwohner zählenden östlichen Talortes des Semmering-Passes. Die heute noch vorhandenen gotischen Teile der durch Kriege und Brände mehrfach zerstörten Kapelle stammen aus dem 14. Jahrhundert. Nach einem leckeren Eisbecher im gegenüber gelegenen Stadtcafé Gloggnitz hat der Regen dann nachgelassen und wir starten die Auffahrt zur Semmering-Passhöhe.



In der Hauptstraße  im Zentrum von Gloggnitz unterhalb des Semmering-Passes in NIederösterreich


Wir folgen der Hauptstraße, die nach etwa vierhundert Metern in die "Semmeringstraße" übergeht...



Vor dem Kreisverkehr im Südwesten von Gloggnitz vor dem Naturbad unterhalb des Semmering-Passes in NIederösterreich


... und erreichen nach weiteren neunhundert Metern im Südwesten von Gloggnitz einen Kreisverkehr, in dem eine Skulptur für Gloggnitz als Einkaufsstadt wirbt. Wir folgen hier weiter der nun als "Bundesstraße 27" nummerierten Semmingstraße, passieren das Naturbad der Stadt und das sich anschließende Alpenstadion der Sportvereinigung Gloggnitz.



In Gloggnitz vor dem Abzweig der Semmeringstraße von der Bundesstraße 27


Vierhundert Meter weiter dreht die "27" durch eine Linkskurve in südöstliche Richtung, um der nahen "Semmering-Schnellstraße" (S6) zuzustreben, die von Wien kommend durch den Semmering-Scheiteltunnel nach Bruck an der Mur führt. Die vignettenpflichtige, einer Autobahn gleichende Schnellstraße ist seit dem Jahr 2004 durchgängig befahrbar. Wir bleiben hier auf der Semmeringstraße und fahren weiter geradeaus, denn wir wollen über die deutlich ältere Passstraße die Scheitelhöhe des Semmering anfahren.



Auf der Obere Weißenbachstraße genannten Semmering-Passstraße in der Ortschaft Weißenbach in Niederösterreich


Vorbei an Einfamilienhäusern läuft die Semmeringstraße nun auf einen weiteren Kreisverkehr zu, hinter dem sie als "Obere Weißenbachstraße" auf den etwas mehr als hundert Einwohner zählenden Ort Weißenbach zuläuft, der vom Schlauchturm der Freiwilligen Feuerwehr überragt wird.



Auf der L4168 am Ortseingang von Schottwien in Niederösterreich unterhalb des Semmering-Passes


Sieben Kilometer hinter Gloggnitz erreichen wir den Ortseingang der auf 570 Metern Höhe gelegenen Marktgemeinde Schottwien. Verlief die Anfahrt zum Semmering bis hierher weitgehend eben, so ändert sich dies in der zwischen den Felsabbrüchen der Rax- und Schneeberggruppe im Norden und des Hochwechsels im Süden eingezwängten Ortschaft.



Auf der L4168 in den von Felsabbrüchen eingeengten Ortschaft Schottwien in Niederösterreich unterhalb des Semmering-Passes


Der Schriftsteller C. F. Benkowitz bereiste im Jahr 1801 den Semmering und beschrieb seine Fahrt durch die Marktgemeinde: "Der Marktflecken Schottwien liegt nicht etwa in einem Kessel von Bergen, nein, das wäre zuviel gesagt: er liegt in einem Hohlwege und besteht aus einer einzigen Straße, die sich zwischen ungeheueren, sehr steilen Felsen gleichsam durchdrängt. Die Schottwiener erblicken die Sonne einige Stunden später und verlieren sie einige Stunden früher aus dem Gesicht als andere Erdenbewohner."



Auf der L4168 in den von Felsabbrüchen eingeengten Ortschaft Schottwien unterhalb des Talbrücke der Semmering-Schnellstraße


Daran hat sich bis heute nicht viel geändert: Die Tage in Schottwien sind immer noch deutlich kürzer als anderswo, die Häuser der etwa 650 Einwohner zählenden Marktgemeinde reihen sich immer noch entlang der einzigen Straße des Ortes und werden wie früher vom Turm der ab dem 14. Jahrhundert erbauten und nach einem Brand Mitte des 19. Jahrhundert wiedererrichteten Pfarrkirche St. Veit überragt. Neu ist, dass dieser seit dem Jahr 1989 wiederum von der 130 Meter hohen Talbrücke der Semmering-Schnellstraße überragt wird, die mit einer Länge von 630 Metern zu den größten Straßenbrücken Österreichs zählt.



Auf der Semmering-Passstraße zwischen Schottwien und Maria Schutz im Anstieg zum Semmering-Scheitel


In Schottwien beginnt der eigentliche Anstieg der Passstraße nach Göstritz und weiter zur Semmering-Scheitelhöhe, der laut der Schilder am Fahrbahnrand heute Steigungswerte von bis zu zwölf Prozent aufweist. Früher war der Fahrweg auf den Semmering deutlich beschwerlicher und steiler, was den Einwohnern von Schottwien lange Zeit zu einem guten Auskommen verhalf: Pferdekutschen benötigten hier mindestens zwei Vorspann-Pferde, schwer beladene Fuhrwerke mussten hier entweder teilweise entladen werden oder benötigten bis zu 16 Vorspannpferde. Ein gutes Geschäft für die Säumer, Fuhrleute und Packer.



Auf der Semmering-Passstraße zwischen Göstritz und Maria Schutz im Anstieg zum Semmering-Scheitel


Hinter dem Dorf Göstritz folgt der steilste Abschnitt der Passstraße: Sie dreht durch eine enge Rechtskehre nach Nordwesten und quert den Nordhang des 1.523 Meter hohen Sonnwendstein.



Auf der Semmering-Passstraße vor Maria Schutz unterhalb des Semmering-Scheitels in Niederösterreich


Dreizehn Kilometer hinter Gloggnitz erreichen wir im Gegenlicht der inzwischen tiefstehenden Sonne den auf 760 Metern Höhe gelegenen Wallfahrtsort Maria Schutz.



Auf der Semmering-Passstraße vor der Wallfahrtskirche Maria Schutz unterhalb des Semmering-Scheitels in Niederösterreich


Die zweitürmige Wallfahrtskirche gilt als das "Juwel des Semmeringgebietes". Sie ersetzte im Jahr 1728 eine zuvor hier existierende kleine Kapelle, die von Pestkranken aus Schottwien als Dank für ihre Heilung errichtet wurde. 1925 gründeten Passionisten das angrenzende Kloster Maria Schutz und sie übernahmen auch die Wallfahrtskirche, die im 19. Jahrhundert durch einen Brand und ein Erdbeben beschädigt worden war. Zu ihrem 250-jährigen Jubiläum wurde Maria Schutz renoviert und in der Folge auch die Zwiebeltürme wieder hergestellt. In dem Gotteshaus findet man u. a. ein Gnadenbild und hinter dem Altar eine Quelle, von der sich viele Pilger Heilung von ihren Krankheiten erhoffen.



Auf der Semmering-Passstraße vor dem Gasthaus Kirchenwirt in Maria Schutz unterhalb des Semmering-Scheitels in Niederösterreich


Neben der Wallfahrtskirche steht das ehemalige Kurhotel Langer, in dem man sich um das leibliche Wohl der Pilger kümmerte und das über 60 Fremdenzimmer verfügte. Seit 1989 wird das Hotel von der Familie Auer unter dem Namen Kirchenwirt geführt, das für seine gefüllten Klosterkrapfen, Klosterpfännchen und Pilgerschnitzel bekannt ist.



Auf der Semmering-Passstraße zwischen Maria Schutz und dem Semmering-Scheitel in Niederösterreich


Hinter Maria Schutz steigt die Semmering-Passstraße weiter in westlicher Richtung entlang dem Sonnwendstein-Nordhang, unterquert die neue Semmering-Schnellstraße S6, die wenige Meter weiter im Semmering-Scheiteltunnel verschwindet.



Auf der Semmering-Passstraße zwischen Maria Schutz und Greis unterhalb vom Sonnwendstein in Niederösterreich


In der Folge dreht sie durch eine weitere Kehre nach Südwesten und läuft kurz auf den Sonnwendstein mit seinem in den 1950er Jahren errichteten Sendemast zu, um dann dreispurig ausgebaut durch eine weit gezogene Rechtskurve mit bis zu acht Prozent weiter anzusteigen und den Weiler Greis zu passieren.



Auf der Semmering-Passstraße zwischen Greis und Semmering auf dem Semmering-Scheitel in Niederösterreich


Dahinter läuft die Semmering-Passstraße auf den Myrtengraben zu, ...


Auf der Semmering-Passstraße im Myrtengraben zwischen Greis und Semmering auf dem Semmering-Scheitel in Niederösterreich


... in dem sie den an der Westflanke des Sonnwendsteins entspringenden und Schottwien zustrebenden Heidbach überquert.



Auf der Semmering-Passstraße vor den ersten Häusern der Ortschaft Semmering unterhalb der Semmering-Scheitelhöhe in Niederösterreich


Vierhundert Meter weiter tauchen vor uns dann die ersten, unterhalb der Passhöhe gelegenen Häuser der Ortschaft Semmering auf...


Auf dem Scheitel der Semmering-Passstraße oberhalb von Gloggnitz und Mürzzuschlag an der Grenze zwischen Niederösterreich und der Steiermark


... und nach einer weiteren, nicht enden wollenden Linkskehre liegt der Kreisverkehr auf der zwischen Pinkenkogel (1.290 m) und Semmeringkogel (1.166 m) im Nordwesten sowie dem Hirschenkogel (1.341 m) im Südosten eingebetteten Semmering-Scheitelhöhe vor uns, ...



Skulptur einer Abfahrtsläufering im Kreisverkehr auf dem Scheitel der Semmering-Passstraße oberhalb von Gloggnitz und Mürzzuschlag an der Grenze zwischen Niederösterreich und der Steiermark


... in dem eine Skulptur auf das "Skigebiet Zauberberg Semmering" und auf die hier alle zwei Jahre stattfindenden Ski-Weltcuprennen der Damen aufmerksam macht.



MX-5 auf dem großen Parkplatz auf dem Scheitel des Semmering-Passes oberhalb von Gloggnitz und Mürzzuschlag an der Grenze zwischen Niederösterreich und der Steiermark


Wir stellen den Roadster auf dem großen Parkplatz hinter dem Kreisverkehr ab, um uns die Scheitelhöhe des Semmering etwas näher anzuschauen.



Denkmal für Eduard Nittner auf dem Scheitel des Semmering-Passes oberhalb  von Gloggnitz und Mürzzuschlag


Vor dem Parkplatz steht ein Denkmal, das an den Oberleutnant und Flugpionier Eduard Nittner aus Görz erinnert, der im Jahr 1912 als erster Pilot den Semmering überflog. Dies war der erste Überflug eines österreichischen Alpenpasses überhaupt.



Obelisk auf dem Scheitel des Semmering-Passes zur Erinnerung an die Eröffnung der Semmering-Passstraße am 17.08.1841 durch Kaiser Ferdinand


Der obeliskartige Meilenstein wenige Meter weiter Richtung Kreisverkehr wurde am 17.08.1841 anlässlich der Eröffnung der neu gebauten Semmering-Passstraße durch Kaiser Ferdinand errichtet. Er zeigt die Inschrift "Ende der k.k. italienischen Post- und Hauptcommercialstraße auf der Seite Niederösterreichs". Hier verläuft die Grenze zwischen den Bundesländern Niederösterreich und der Steiermark.



Carolus-Denkmal vor der Talstation der Zauberberg-Kabinenseilbahn auf dem Semmering


Zwischen dem Kreisverkehr und der Talstation der Zauberberg-Kabinenseilbahn ließen die Stände Österreichs im Jahr 1728 das reich verzierte Carolusdenkmal errichten, das an den Bau der ersten Straße über den Semmering erinnert. Laut der Infotafel am Denkmal beauftragte Kaiser Karl VI. im Frühjahr 1728 den Bau einer Straße über den Semmering, die in nur 48 Tagen fertiggestellt wurde. Er reiste damals mit seiner Gemahlin und dem Hofstaat zur Eröffnung an, kam aber sechs Tage zu früh in Schottwien an, wo er bis zur Fertigstellung Quartier nehmen musste. Am 21.06.1728 überquerte das Kaiserpaar dann mit seinem Gefolge den Semmering und reiste nach Triest weiter. Das Denkmal zeigt auf einem von vier Adlern bewachten Sockel die Weltkugel mit den Insignien von Carolus VI.



Schwerer Güterzug mit Vorspannlok im Bahnhof Semmering der Semmeringbahn


Von der Scheitelhöhe aus lohnt sich ein Abstecher zu dem etwas unterhalb gelegenen Bahnhof der seit 1998 zum Unesco-Weltkulturerbe zählenden Semmeringbahn, bei der auch heute noch für schwere Güterzüge Vorspannloks eingesetzt werden müssen.



Denkmal im Bahnhof Semmering Carl Ritter von Ghega, den Erbauer der Semmeringbahn


Neben dem Empfangsgebäude erinnert ein Denkmal aus dem Jahr 1869 an Carl Ritter von Ghega. Der im Jahr 1802 in Venedig geborene Carlo Ghega studierte Mathematik, Architektur und Ingenieurwesen. 1842 wurde er zum Planungsleiter der südlichen Staatseisenbahn ernannt und in der Folge mit der Planung einer Bahnstrecke von Gloggnitz über Mürzzuschlag und weiter nach Graz beauftragt, was von vielen Zeitgenossen als nicht realisierbar eingeschätzt wurde. Aber bereits 1844 hatte er einen Streckenplan erarbeitet und gegen viele Widerstände konnte die Semmeringbahn als erste Gebirgsbahn Europas im Jahr 1854 eröffnet werden. In Anerkennung seiner Leistungen auch im Bereich der Südbahntrasse Laibach-Triest wurde Carlo Ghega 1850 in den Ritterstand erhoben. Er verstarb am 14. März 1860 in Wien.



Villa seitlich des Bahnhofs Semmering der Semmeringbahn


Im Umfeld des Bahnhofs entstand damals auch ein stattliches Villen-Ensemble, das sich bis zum Semmering-Kurort zog und von dem heute noch einige sehenswerte Gebäude erhalten sind, darunter die abgebildete Seniorenresidenz "Haus Stefanie".



Talfahrt auf der Semmering-Bundesstraße zwischen dem Semmering-Scheitel und der Ortschaft Spital am Semmering in der Steiermark


Zurück auf der Scheitelhöhe starten wir die Abfahrt auf der Semmering-Passstraße hinunter Richtung Spital am Semmering und Mürzzuschlag. Die Westseite des Semmeringpasses ist deutlich flacher als die Ostrampe. Durch weit gezogene Kurven senkt sich die auch hier gut ausgebaute Bundesstraße mit einstelligen Prozentwerten entlang dem Fröschnitzbach durch das zwischen der Ochnerhöhe im Norden und dem Hocheck im Süden gelegene Tal, umgeht die Ortschaft Steinhaus am Semmering und die Stuhleckblicksiedlung...



Auf der Semmering-Bundesstraße zwischen Steinhaus und Spital am Semmering vor der Unterquerung der Trasse der Semmeringbahn


... und unterquert fünf Kilometer hinter der Scheitelhöhe die Trasse der Semmeringbahn.



Auf der Semmering-Bundesstraße auf Höhe der im Jahr 1163 geweihten Pfarrkirche von Spital am Semmering


Knapp zwei Kilometer weiter erreicht die Semmering-Bundesstraße auf Höhe der im Jahr 1163 geweihten Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt...



Neben der Semmering-Bundesstraße am Ortseingang des Wintersportortes Spital am Semmering


... den Ortseingang des auf 800 Meter Meereshöhe gelegenen und etwa 1.500 Einwohner zählenden Wintersportortes Spital am Semmering, ...



Vor dem Gasthof Delitz in Spital am Semmering seitlich der Semmering-Passstraße


... wo wir uns in dem neu renovierten und empfehlenswerten Gasthof Delitz einquartieren. Der Name von Spital am Semmering geht auf ein Hospiz zurück, das hier im Jahr 1160 von dem steirischen Marktgrafen Ottokar III. gegründet wurde.



Auf der Semmering-Bundesstraße vor den ersten Häusern von Mürzzuschlag in der Steiermark


Hinter Spital verläuft die Semmering-Bundesstraße weitgehend parallel zur Semmering-Schnellstraße, passiert durch eine lang gezogene Rechtskurve den staubigen Zwischenlagerbereich für das bei dem derzeit in Bau befindlichen Semmering-Basistunnel herausgebrochene Gestein und erreicht als "Wiener Straße" sechs Kilometer hinter Spital am Semmering die ersten Häuser der auf 680 Metern Höhe gelegenen Stadt Mürzzuschlag.



Auf der Semmering-Bundesstraße auf Höhe der im Jahr 1163 geweihten Pfarrkirche von Spital am Semmering


Das Zentrum der Stadt wird von der katholischen Kirche überragt, die ab 1767 erbaut und der heiligen Kunigunde von Luxemburg geweiht wurde. Mürzzuschlag wurde erstmals im Jahr 1227 urkundlich erwähnt, profitierte lange Zeit von dem durch Herzog Rudolf im Jahr 1360 verliehenen Eisenrecht, das die Produktion von Kleineisen erlaubte und erhielt 1923 das Stadtrecht. Auch heute ist die Stadt mit ihren etwa 8.500 Einwohnern ein Industriestandort, profitiert als Mitglied des Tourismusverbandes "Waldheimat - Steirischer Semmering" aber auch vom Fremdenverkehr. Besuchenswert sind u. a. das Brahmsmuseum, das Wintersportmuseum und der Südbahn-Kulturbahnhof mit dem Südbahn-Museum.




Weitere Infos:
Stadtgemeinde Gloggnitz
Wallfahrtskirche Maria Schutz
Passionisten-Kloster Maria Schutz
Skigebiet Zauberberg Semmering
Spital am Semmering
Stadt Mürzzuschlag











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