Mit dem Mazda-Roadster MX-5 über Gebirgsstraßen, Pässe, Hellinge und Klimmen
    
Sölkpass
(Erzherzog-Johann-Straße)
    



Die über den Sölkpass führende Sölkpassstraße verbindet Stein im Ennstal mit Schöder und Murau im Murtal. Die auch Erzherzog-Johann-Straße genannte Passstraße nutzt dabei die Senke zwischen den Schladminger Tauern im Westen sowie den Rottenmanner und Wölzer Tauern im Osten. Der seit dem Mittelalter genutzte Übergang wurde in den 1950er und 1960er Jahren zu einer durchgängig asphaltierten Passstraße ausgebaut: Die Nordrampe wurde 1959 eröffnet, die Südrampe fünf Jahre später. Der überwiegend touristisch genutzte Sölkpass ist von Oktober bis Mitte Mai nicht befahrbar, weil es wegen seiner nur lokalen Bedeutung weder Lawinenschutzbauten noch einen Winterdienst gibt und die benachbarten Übergänge Radstädter Tauernpass sowie Tauerntunnel im Westen und der Triebener Tauernpass im Osten offen gehalten werden.



Auf der L712 in Stein an der Enns vor dem Abzweig der L704 zum Sölkpass in den Niederen Tauern


Nach unseren vergeblichen Versuchen im Frühjahr 2018 (Sperre wegen starken Unwetterschäden) und im Juni 2019 (Sperre wegen starkem Schneefall) den Sölkpass zu befahren, starten wir im Juni 2020 vom Pyhrnpass kommend unseren dritten Anlauf zur Passhöhe. Über die L712 erreichen wir den auf 690 Metern Höhe gelegenen nördlichen Talort Stein an der Enns, ...



Am Abzweig der L704 zum Sölkpass vor der Touristinformation Naturpark Sölktäler in Stein an der Enns


... wo wir vor der Touristeninformation Naturpark Sölktäler links abbiegend auf die L704 auffahren, die als Erzherzog-Johann-Straße alias Sölkpassstraße über den Sölkpass ins Murtal führt.



Auf der L704 vor dem Bahnübergang in Stein an der Enns unterhalb des Sölkpasses in den Niederen Tauern


Direkt hinter dem Abzweig erreicht die L704 den beschrankten Bahnübergang der im Jahr 1875 eröffneten Ennstalbahn von Bischofshofen über Schladming und Gröbming nach Liezen. Stein an der Enns wird von dem Turm der in den Jahren 1949 bis 1952 auf einer Anhöhe erbauten katholischen Filialkirche zur Heiligen Rosenkranzkönigin überragt.



Auf der L704 zum Sölkpass am Ortsausgang von Stein an der Enns in der Steiermark


Direkt hinter dem Bahnübergang beginnt die L704 anzusteigen, passiert mit acht bis zehn Prozent Steigung das Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr und den Ortsausgang von Stein, an dem uns signalisiert wird, dass der Sölkpass DIESES MAL befahrbar ist.



Auf der Erzherzog-Johann-Straße zum Sölkpass zwischen Stein an der Enns und dem Weiler Gatschberg in den Niederen Tauern


Die hinter dem Ortsausgang zweispurig ausgebaute und durch Leitplanken gesicherte Erzherzog-Johann-Straße steigt nun dem Weiler Gatschberg entgegen, ...



Auf der Erzherzog-Johann-Straße zum Sölkpass auf der Brücke über den Altreitergraben oberhalb des Großsölkbaches


... umgeht die Ortschaft Großsölk, überquert 6,5 Kilometer hinter Stein an der Enns den Altreitergraben...



Auf der Erzherzog-Johann-Straße zum Sölkpass vor dem Stausee Großsölk in den Niederen Tauern


... und folgt dann dem etwas unterhalb der Fahrbahn in Richtung Enns plätschernden Großsölkbach zum Stausee Großsölk. Hatten wir bisher tolle Wetterbedingungen, so bauen sich nun vor uns immer dunkler werdende Regenwolken auf, die aus dem Murtal kommend über die Passstraße hinweg in die Schladminger Tauern ziehen. Kein Grund, das Hardtop des Roadsters zu schließen, aber es wird zusehends frischer.



Auf der Erzherzog-Johann-Straße zum Sölkpass vor dem Weiler Pucher am Großsölkbach in den Niederen Tauern


Vorbei an Fleiß, Mösna und Pucher folgt die Sölkpassstraße weiter dem Großsölkbach, wechselt dabei dreimal die Uferseite...



Auf der Erzherzog-Johann-Straße zum Sölkpass vor der Ortschaft St. Nikolai im Sölktal


... und läuft siebzehn Kilometer hinter Stein an der Enns auf das auf 1.100 Metern Höhe gelegene Bergbauerndorf St. Nikolai im Sölktal zu. Der von dem 2.284 Meter hohen Mittereck überragte Ort hat knapp fünfhundert Einwohner und gehört zur Gemeinde Sölk.



Auf der Erzherzog-Johann-Straße zum Sölkpass zwischen St. Nikolai im Sölktal und der Jausenstation Hansenalm in den Niederen Tauern


Die Passstraße umgeht St. Nikolai im Nordosten und steigt etwas schmaler werdend mit Werten zwischen acht und zwölf Prozent in Richtung Hansenalm an, ...



Auf der Erzherzog-Johann-Straße zum Sölkpass nahe der Hansenalm im oberen Sölktal in den Niederen Tauern


... hinter der die Steigungsprozente auf einstellige Werte zurückgehen.



Auf der Erzherzog-Johann-Straße zum Sölkpass vor dem Abzweig des Fahrwegs zum Alpengasthaus Erzherzog-Johann-Hütte in den Niederen Tauern


Fünf Kilometer hinter St. Nikolai zieht die Steigung wieder auf zweistellige Werte an. Die Sölkpassstraße erreicht nun auf 1.480 Metern Höhe am Talschluss des Großsölktales die erste von fünf Kehren, in deren Scheitelpunkt der Fahrweg zum nahe gelegenen Alpengasthaus Erzherzog-Johann-Hütte abzweigt. Ab hier ist die Passstraße wohl wegen der Enge der nachfolgenden Kehren für Busse über 12 Metern Länge gesperrt.



Auf der Erzherzog-Johann-Straße zum Sölkpass vor der Kaltenbachkehre nahe der Kaltenbachalm in den Niederen Tauern


Hinter dem Abzweig quert die Passstraße mit bis zu zwölf Prozent Steigung den Nordhang der 2.277 Meter hohen Hornfeldspitze, läuft dabei auf den 2.380 Meter hohen Breitmodl zu...



Auf der Erzherzog-Johann-Straße zum Sölkpass in der Kaltenbachkehre oberhalb der Kaltenbachalm in den Niederen Tauern


... und erreicht oberhalb der Kaltenbachalm die auf 1.610 Metern Höhe gelegene "Kaltenbachkehre". Hier wurde ein kleiner Parkplatz angelegt, von dem aus Wanderfreunde vorbei an den drei Kaltenbachseen in vier bis fünf Stunden auf den 2.433 Meter hohen Deneck-Gipfel gelangen können.



Auf der Erzherzog-Johann-Straße zum Sölkpass zwischen der Ostkehre und der Römerwegkehre


Die Sölkpassstraße steigt hinter der Kaltenbachkehre weiter an, führt durch die Ostkehre (1.700 m) und die Römerwegkehre (1.739 m)...



Auf der Sölkpasstraße zum Sölkpass in der Hochkehre vor dem Schlussanstieg zur Scheitelhöhe


... und erreicht auf 1.750 Metern Höhe die oberste der fünf Kehren, die als Hochkehre beschildert ist.



Auf der Erzherzog-Johann-Straße zum Sölkpass im Schlussanstieg zur Seitelhöhe


Hier beginnt der etwa fünfhundert Meter lange und zwölfprozentige Schlussanstieg durch die Senke zwischen dem westlich gelegenen Nageleck und der Hornfeldspitze im Osten hinauf zur Scheitelhöhe.



Auf der Erzherzog-Johann-Straße zum Sölkpass vor der Kapelle unterhalb der Scheitelhöhe


Kurz vor der Passhöhe passiert die Sölkpassstraße die etwas oberhalb der Fahrbahn im Jahr 1978 erbaute und im August des gleichen Jahres geweihte Sölkpasskapelle, bei der jeweils am ersten Augustsonntag die "Sölkpassmesse" gefeiert wird.



Vor dem mit Aufklebern überzogenen Passschild auf dem Sölkpass-Scheitel in den Niederen Tauernoberhalb von Stein an der Enns und Schöder


Fünfzig Meter hinter der Sölkpasskapelle erreicht die Passstraße den Scheitel des Sölkpasses mit dem kaum noch lesbaren Passschild und überquert die Grenze zwischen den Bezirken Liezen und Murau. Ab hier oben ist zudem die Weiterfahrt für Fahrzeuge mit mehr als 16 Tonnen untersagt.



Talfahrt auf der Erzherzog-Johann-Straße kurz hinter dem Sölkpass-Scheitel Richtung Schöder im oberen Murtal


Hinter dem Scheitel senkt sich die Sölkpassstraße zunächst mit zwölf Prozent in Richtung Oberes Murtal.



Auf der Erzherzog-Johann-Straße zum Sölkpass im Schlussanstieg zur Seitelhöhe


Die Passstraße windet sich nun entlang der Westhänge der Hornfeldspitze und des Aarfeldspitz und folgt dabei dem Katschbach, der dreihundert Meter tiefer der Mur fließt.



Auf der Südrampe des Sölkpassstraße vor der ersten Kehre unterhalb der Scheitelhöhe


Knapp zwei Kilometer hinter dem Sölkpass erreicht die Bergstraße die erste der sechs Südrampen-Kehren...



Talfahrt auf der Südrampe des Sölkpasses vor der aussichtsreichen Katschtalkehre in den Niederen Tauern


... und läuft dann auf die Katschtalkehre zu, die als einzige Serpentine der Südrampe mit einem Namensschild ausgestattet ist. Von dem auf 1.550 Metern Höhe gelegenen kleinen Aussichtsplatz der Katschtalkehre...



Blick von dem Aussichtspunkt der Katschtalkehre an der Südrampe des Sölkpasses vor den Gipfeln der Schladminger Tauern


... hat man einen tollen Ausblick auf die Gipfel der Schladminger Tauern, darunter Sauofen (2.415 m), Schöderkogel (2.501 m), Zinken (2.191 m), Breitdach (2.451 m) und Arkogel (2.441 m).



Talfahrt auf der Südrampe des Sölkpasses in den Kehren oberhalb des Katschtals auf dem Weg nach Schöder in den Niederen Tauern


Es sah lange nach Regen aus und blieb trocken, aber unterhalb der Katschtalkehre ist bei nun wieder blauem Himmel die Asphaltdecke dann doch noch feucht und rutschig.



Talfahrt auf der Südrampe des Sölkpasses vor der untersten Kehre auf dem Weg durch das Katschtal  nach Schöder


Viel Gegenverkehr haben wir auf der Passstraße nicht. Die Anzahl der uns entgegen kommenden Motorradfahrer deutet aber darauf hin, dass der "Sölk" wegen seiner vielen Kurven und den insgesamt elf Kehren bei Bikern sehr beliebt ist.



Talfahrt auf der Südrampe des Sölkpasses unterhalb der Kehren auf dem Weg entlang des Katschbaches nach Schöder


Unterhalb der Serpentinen erreicht die Sölkpassstraße das Bett des Katschbaches, passiert die etwas zurückgelegene Kreuzerhütte, ...



Talfahrt auf der Südrampe des Sölkpasses im Ostabfall des Karleck oberhalb von Schöder in der Steiermark


... quert mit leichtem Gefälle den Ostabfall des 2.371 Meter hohen Karleck...



Auf der Südrampe des Sölkpasses im Murtal vor dem Friedhof von Schöder in der Steiermark


... und erreicht nahe dem Friedhof von Schöder das Murtal, hinter dem die Sölkpasssstraße nach insgesamt 39 Kilometern an einer T-Kreuzung endet.



Auf der Greimerstraße vor Schöder, dem südlichen Talort des Sölkpasses in den Niederen Tauern


Wir biegen hier rechts ab und folgen der Landesstraße 501 in den fünfhundert Meter entfernten südlichen Talort Schöder. Das Bergdorf mit seinen etwas mehr als vierhundert, überwiegend von der Landwirtschaft lebenden Einwohnern wird von der aus dem 12. Jahrhundert stammenden Marienkirche überragt, in der sehenswerte Fresken aus dem Mittelalter zu sehen sind. Von hier aus fahren wir auf der L501 zu der auch "Murtal Straße" genannten Bundesstraße B96, um über Murau und Metnitz zur Prekowa weiter touren.




Weitere Infos:
https://www.quaeldich.de/











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