Mit dem Mazda-Roadster MX-5 über Gebirgsstraßen, Pässe, Hellinge und Klimmen

    
Zellerrain
(Zeller Rain)
    



Der in den Ybbstaler Alpen gelegene Pass Zellerrain verbindet das Ybbstal über Maierhöfen und Langau mit dem Erlaufsee und dem Wallfahrtsort Mariazell. Über den 1.125 Meter hohen Scheitel des oft auch "Zeller Rain" geschriebenen Gebirgsübergangs verläuft die als Bundesstraße 71 kartierte "Zellerrain Straße", deren Ostrampe früher Steigungswerte jenseits von zwanzig Prozent aufwies, weshalb sie im Jahr 2004 neu trassiert wurde. Die Zellerrain Straße nutzt die natürliche Senke zwischen den Bergen Schwarzwieselberg (1.206 m), Hinterer Kaserkogel (1.154 m) und Hochschauer (1.216 m) im Süden sowie Pfalzlkogel (1.403 m) und Rosskesselspitze (1.437 m) im Norden.



Vor der Basilika im Wallfahrtsort Mariazell unterhalb des Gebirgsübergangs Zellerrain in den Ybbstaler Alpen


Vom Steirischen Seeberg kommend starten wir unsere Fahrt zum Zellerrain nach einem Boxenstopp im östlichen Talort Mariazell in der Obersteiermark. Der etwa 3.700 Einwohner zählende Marienwallfahrtsort wurde im 12. Jahrhundert gegründet und wird von der gotischen Basilika Mariä Geburt überragt. In der Gnadenkapelle des im 14. Jahrhundert erbauten und im 17. Jahrhundert erweiterten Gotteshauses wird die Gnadenstatue Magna Mater Austriae aufbewahrt, die jährlich bis zu eine Million Pilger anzieht.



In der Wiener Neustädter Straße von Mariazell auf dem Weg zum Zellerrain in den Ybbstaler Alpen


Wir umrunden die Basilika und folgen der engen "Wiener Neustädter Straße"...



Am südlichen Stadtrand von Mariazell vor der Einmündung in die Bundesstraße 21 unterhalb des Zellerrain in den Ybbstaler Alpen


... zum südlichen Stadtrand, wo sie in die Bundesstraße 21 einmündet, auf die wir rechts abbiegend auffahren.



Auf der Bundesstraße 21 unterhalb von Mariazell auf dem Weg nach Lunz am See über den Zellerrain in den Ybbstaler Alpen


Sechshundert Meter weiter mündet die "21" unterhalb von Mariazell in die von St. Pölten kommende "20", der wir in Richtung Bruck an der Mur folgen.



Auf der Bundesstraße 21 in Mariazell-Rasing vor dem Abzweig der Bergstraße nach Lunz am See über den Zellerrain in den Ybbstaler Alpen


Durch drei Kehren erreichen wir nach weiteren fünfhundert Metern in Mariazell-Rasing den Abzweig der Bundesstraße 71, die über den Zellerrain und das 32 Kilometer entfernte Lunz am See nach Scheibbs führt.



Auf der Bundesstraße 71 auf der Brücke über den Grünaubach bei Mariazell-Rasing auf dem Weg zum Zellerrain in den Ybbstaler Alpen


Wir biegen rechts ab und folgen der "Grünauer Straße" genannten "71", die unmittelbar hinter dem Abzweig den Grünaubach überquert und ein Sägewerk mit großen Holzlagern beiderseits der Straße passiert.



Auf der Bundesstraße 71 vor dem Weiler Teichmühle zwischen Mariazell-Rasing und dem Zellerrain in den Ybbstaler Alpen


Die Grünauer Straße erreicht kurz darauf den Weiler Teichmühle...



Auf der Bundesstraße 71 zwischen dem Weiler Teichmühle und der Passhöhe des Zellerrain in den Ybbstaler Alpen


... und läuft dahinter ohne Fahrbahnmarkierungen durch Acker- und Weideland auf den Bergwald am Hang des 1.161 Meter hohen Rasingberg zu, ...



Auf der Brücke über den Grünaubach im Bergwald oberhalb von Mariazell auf dem Weg zum Zellerrain in den Ybbstaler Alpen


... in dem sie gut gesichert den Grünaubach erneut überquert.



Vor dem ehemaligen Hotel Marienwasserfall zwischen Mariazell und der Passhöhe des Zellerrain in den Ybbstaler Alpen


Sieben Kilometer hinter Mariazell ändert sich der Name der Bundesstraße 71 in "Zellerrain Straße". Kurz nach dem Namenswechsel erreicht sie das auf 835 Metern Meereshöhe gelegene ehemalige "Hotel Marienwasserfall", von dessen Parkplatz aus die sich hinter dem Hotel als Marienwasserfall herunterstürzende Wasser des Grünaubaches in wenigen Gehminuten besucht werden können.



Auf der Zellerrain Straße oberhalb von Mariazell vor der Einmündung der vom Erlaufsee kommenden L112 unterhalb der Passhöhe des Zellerrain in den Ybbstaler Alpen


Nach einem weiteren Kilometer erreicht die Zellerrain Straße im Bergwald eine Linkskehre, in deren Scheitel die vom Erlaufsee heraufkommende L112 einmündet.



Auf der Zellerrain Straße oberhalb von Mariazell im Südabfall des Hochkogel auf dem Weg zum Zellerrain in den Ybbstaler Alpen


Durch diese (einzige) Kehre dreht die Zellerrain Straße in westliche Richtung, quert durch drei enge Kurven und mit bis zu zehn Prozent Steigung den schroffen Südabfall des 1.134 Meter hohen Hochkogel...



Auf der Zellerrain Straße zwischen den Südabfällen von Hochkogel und Hirschenkogel unterhalb des Passes Zellerrain in den Ybbstaler Alpen


... und läuft danach mit einer Maximalsteigung von zwölf Prozent...



Auf der Zellerrain Straße im Südhang des Hirschenkogel unterhalb des Passes Zellerrain in den Ybbstaler Alpen


... entlang des nicht ganz so felsigen Südhanges des 1.216 Meter hohen Hirschenkogel.



Auf der Zellerrain Straße oberhalb von Mariazell vor der Passhöhe des Zellerrain in den Ybbstaler Alpen


Elf Kilometer hinter Mariazell taucht vor uns die Scheitelhöhe des Zellerrain-Passes mit einem Sendemast...



Ehemaliges Gasthaus Engleitner auf der Passhöhe des Zellerrain in den Ybbstaler Alpen


... und dem leider geschlossenen Alpengasthaus Engleitner auf, das laut einem Maklerschild am Zaun zum Kauf angeboten wird.



Kartäusersäule neben dem ehemaligen Gasthaus Engleitner auf der Passhöhe des Zellerrain in den Ybbstaler Alpen


Seitlich des Gasthauses steht auf dem höchsten Punkt des Zellerrain und auf der Landesgrenze zwischen der Steiermark und Niederösterreich eine Kartäusersäule aus dem 17. Jahrhundert, die nach einer Inschrift im Jahr 1956 von der Rothschild'schen Forstverwaltung Langau und der Forstkommune Mariazell renoviert wurde. Die sich nach oben hin verjüngende Postamentsäule trägt am grauen Sockel vier Reliefs und am gelbweißen Schaft die Wappen des Kartäuserklosters Gaming und des Stiftes Lilienfeld.



Blick von der Kartäusersäule auf der Passhöhe des Zellerrain Richtung Zeller Staritzen


Von hier oben hat man einen schönen Blick zurück auf die Erhebungen der Zeller Staritzen und auf die Mürzsteger Alpen.



Auf der Zellerrain Straße kurz hinter der Scheitelhöhe auf dem Weg nach Taschelbach und Langau in Niederösterreich


Auf der niederösterreichischen Seite senkt sich die Zellerrain Straße zunächst mit vier bis acht Prozent durch den Bergwald.



Willkommensschilder seitlich der Zellerrain Straße unterhalb der Scheitelhöhe auf dem Weg nach Taschelbach und Langau in Niederösterreich


Vierhundert Meter hinter dem Scheitel begrüßen die Willkommensschilder des Kulturraums Eisenstraße und der Gemeinde Gaming die Vorbeifahrenden. Entlang der Eisenstraße im Dreiländereck Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark wurde früher das am steirischen Erzberg gewonnene Eisen verarbeitet und bis in den Donauraum transportiert. Die Eisenstraße sorgte nicht nur bei den Schmieden für Wohlstand, sie ließ auch einen zusammenhängenden Kulturraum entstehen. Zweihundert Meter weiter passiert die Zellerrain Straße die Streusiedlung Taschelbach.



Auf der Zellerrain Straße unterhalb der Zellerrain-Scheitelhöhe zwischen Taschelbach und Neuhaus


Hinter Taschelbach dreht die Bergstraße in südwestliche Richtung und senkt sich mit wechselndem Gefälle entlang dem Neuhauser Bach...



Auf der Zellerrain Straße vor Neuhaus am Zellerrain in den Ybbstaler Alpen


... nach Neuhaus-Langau am Zellerrain. Der zur Gemeinde Gaming gehörende Ort besteht überwiegend aus Holzhäusern, was auf die Geschichte von Neuhaus hinweißt: Hier lebten früher ausschließlich Holzfäller, die die metallverarbeitenden Schmieden und Hüttenwerke an der Eisenstraße mit Brennholz versorgten. Vorbei an der Mitte des 19. Jahrhunderts erbauten neugotischen Kirche ist Neuhaus schnell durchfahren.



Auf der Zellerrain Straße zwischen Neuhaus am Zellerrain und Langau in den Ybbstaler Alpen


Die Zellerrain Straße folgt weiter dem nun in nordwestlicher Richtung fließenden Neuhauser Bach, überquert den Buchalmgraben...



Auf der Zellerrain Straße zwischen Neuhaus am Zellerrain und Holzhüttenboden in den Ybbstaler Alpen


... und senkt sich laut einem Warnschild am Straßenrand mit bis zu dreizehn Prozent Gefälle vorbei am Rohrwiesteich in eine Senke zwischen Waldschöckl (1.228 m) und Goganz (1.434 m), in der der Neuhauser Bach in die vom 1.639 Meter hohen Großen Zeller Hut herunterkommende Weiße Ois einmündet...



Auf der Zellerrain Straße vor der Siedlung Holzhüttenboden zwischen Neuhaus am Zellerrain und Langau in den Ybbstaler Alpen


... und erreicht 7,5 Kilometer hinter der Passhöhe die zu Langau gehörende Siedlung Holzhüttenboden.



Auf der Zellerrain Straße im Tal der Ois zwischen Holzhüttenboden und Langau in den Ybbstaler Alpen


Dahinter zwängt sich die Bundesstraße 71 durch das enge Ois-Tal zwischen Gugerzipf (1.076 m) und Saurüssel (1.348 m), ...



Auf der Zellerrain Straße vor Maierhöfen und dem Abzweig der Straße nach Lackenhof am Ötscher


... passiert die Ortschaft Langau und erreicht fünf Kilometer hinter Holzhüttenboden nahe Maierhöfen den Abzweig der "Ötscherstraße" nach Lackenhof am Nordhang des 1.552 Meter hohen Kleinen Ötscher.



Auf der Mariazeller Straße im Tal der Ois zwischen Oisreitl und Lunz am See


Fünf Kilometer hinter Maierhöfen verlassen wir bei dem Weiler Oisreitl die Zellerrain Straße, die ins nördlich gelegene Gaming weiterführt und folgen der links abzweigenden Mariazeller Straße durch das südwestlich verlaufende enge Tal der Ois, die hinter dem Lunzer See "Ybbs" genannt wird und die der Donau zufließt.



Auf der wegen Sicherungsarbeiten einspurig befahrbaren Mariazeller Straße zwischen Oisreitl und Lunz am See


Bei unserer Überfahrt ist die steinschlaggefährdete Mariazeller Straße wegen Hangsicherungsarbeiten teilweise nur einspurig befahrbar.



Vor der gotischen Pfarrkirche in Lunz am See unterhalb des Passes Zellerrain in den Ybbstaler Alpen


Zweiundzwanzig Kilometer hinter der Scheitelhöhe des Zellerrain erreichen wir Lunz am See mit seiner im 16. Jahrhundert erbauten gotischen Pfarrkirche, die den Heiligen Drei Königen geweiht ist und in der das Schnitzbild "Maria im goldenen Sessel" verehrt wird. Die im niederösterreichischen Mostviertel auf sechshundert Metern Meereshöhe gelegene Marktgemeinde wurde unter dem Namen "Liunze in Montanis" im Jahr 1204 in einer Abrechnung des Passauer Bischofs Wolfger erstmals urkundlich erwähnt. Früher profitierte Lunz von der Metallverarbeitung, heute lebt es von der Landwirtschaft und vom Tourismus, denn von dem auch als Bergsteigerdorf bezeichneten Lunz bieten sich u. a. Bergtouren zu den Gipfeln von Dürrenstein, Ötscher, Hochkar und Lunzberg an. Von Lunz am See aus touren wir über Göstling an der Ybbs zur Radstatthöhe weiter.




Weitere Infos:
Mariazell
Zellerrain
Lunz am See











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