Ötztaler Alpen (30)



    Weißkugelhütte
    2544 m, im Langtauferer Tal mit dem Talort Melag, jetzt mit dem Namen: Rifugio Pio XI.


    Die Sektion Frankfurt am Main des DuOeAV mit ihrem rührigen Vorsitzenden Professor Dr. Petersen erbaute diese Hütte, die am 12.7.1893 eingeweiht werden konnte. Dies war bereits die vierte Hütte der Frankfurter AV-Sektion in den Ötztaler Alpen. 1910 übernahm die Sektion Brandenburg (Berlin) die Hütte. Wie alle anderen AV-Hütten in Italien ging sie nach dem verlorenen 1. Weltkrieg in den Besitz des italienischen Staates über. Die Sektion Desio des Club Alpino Italiano -CAI- bekam das Objekt zugesprochen und erweiterte die Hütte 1935/36.
     

Weißkugelhütte in den Ötztaler Alpen, jetzt mit dem Namen Rifugio Piu XI


    Die Schutzhütte wurde nach Papst Pius XI. umbenannt. Dieser war das prominenteste Mitglied der CAI-Sektion Desio (bei Monza) und zudem ein exzellenter Bergsteiger, der allgemein große Anerkennung fand. Er bestieg u.a. Gran Paradiso, Monte Rosa, Mont Blanc, Matterhorn, Monte Viso und Marmolada.
     

Weißkugelhütte in den Ötztaler Alpen


    Achille Ratti, geboren 1857, war Oberhaupt der katholischen Kirche von 1922-1939 als Pius XI. Bis 1918 war er in wissenschaftlichen Stellungen, zuletzt (seit 1914) Präfekt der Vatikanischen Bibliothek, 1919 Nuntius in Polen, wo er sich mit persönlichem Mut auszeichnete. 1921 wurde Ratti Erzbischof von Mailand und Kardinal. Die Lateranverträge (Verzicht auf den Kirchenstaat) sind seine bedeutendste politische Leistung. Durch große Enzykliken zur Soziallehre, zu Erziehungs- und Ehefragen sowie durch liturgische Neuerungen (Christkönigsfest) griff er in die innerkirchliche Entwicklung ein. Den Faschismus und den Nationalsozialismus hat er auf das schärfste bekämpft.


    Bergziele sind u.a. Weißkugel (3738 m), Langtaufererspitze (3520 m) und Weißseespitze (3526 m).


Weitere Infos:
www.weisskugel.it








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