Julische Alpen Slowenischer Teil (58)



    Zlatorog-Hütte (Koca Zlatorog v Trenti)
    645 m, in der kleinen Ortschaft Na Lugo/Trenta.


    Die Hütte liegt unmittelbar an der Straße, die vom Vršic-Paß herunter führt, vorbei am Denkmal für Dr. Julius Kugy, dem Erschließer der Julischen Alpen, und dem Alpengarten Juliana. Sie ist Ausgangsort für die Aufstiege zum
    Pogacnik-Haus, der Dolic-Hütte und der Prehodavici-Hütte. Als die Hütte 1881 erbaut wurde nannte man sie zunächst „Baumbach-Hütte“.


    Das Gebäude wurde später nach der Zlatorog-Sage benannt. Diese ist eine der schönsten Erzählungen der Slowenen. Erstmals wurde diese 1868 vom Pfarrer und Dichter Karl Deschmann aus Laibach in deutscher Sprache veröffentlicht. Der Dichter Rudolf Baumbach kleidete dann die Sage in Verse.
     

Zlatorog-Hütte im slowenischen Teil der Julischen Alpen in der Ortschaft Na Lugo/Trenta


    Die Zlatorog-Sage spielt sich auf einem felsigen Hochplateau der Komna ab, dies war einst ein Paradies. Dort wohnten die Weißen Frauen, sie waren hilfsbereite Wesen. Sie verwehrten Näherkommenden jedoch den Zutritt zu ihren Wohnstätten mit Steinschlag, Gewittern und Wolkenbrüchen. Auf ihren Weiden waren weiße Gemsen, die sich ebenfalls wehrten, wenn man ihnen zu nahe kam. Das Leittier war Zlatorog, ein starker, weißer Gamsbock mit goldenen Krickeln. Er hatte den Zauber der Unsterblichkeit. Man konnte ihn nicht erlegen, selbst aus nächster Nähe nicht. Einmal angeschossen, wuchs aus jedem Tropfen Blut, den er verlor, eine Blume. Dies war die rote Triglav-Rose. Sie war für Zlatorog wunderwirkend. Schon ein kleines Blättchen von dieser Blume als Nahrung heilte sofort seine Wunden. Seinen goldenen Krickeln wurde die Fähigkeit zugesprochen, den Weg zu den Schätzen im
    Berg Bogatin zu öffnen.


    Der slowenische Name lautet Koca Zlatorog v Trenti. Derzeit (1997) ist das Haus geschlossen. Ein Hotel mit gleichem Namen findet man am Westende des Wocheiner Sees.








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